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Milchpreisvergleich 2014

Diese Molkereien zahlten über 40 Cent

Dr. Kerstin Keunecke/AMI
am
03.11.2015

An der Spitze des Milchpreisvergleichs 2014 hat sich zwar nichts geändert, doch auf den Plätzen dahinter haben sich die Molkereien neu sortiert.

Die aktuellen Milchpreise sind weit von denen in 2014 entfernt. Mit 37,78 Cent/kg für konventionell erzeugte Milch wurde der Rekordwert 2013 nur um 0,15 Cent verfehlt. Die Preisangaben beziehen sich auf 4,2 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß bei 500 t Jahresanlieferung, ab Hof ohne Mehrwertsteuer.

Das Ergebnis 2014 ist kaum zu glauben. Schaut man auf die monatliche Entwicklung der Preise, ging es das ganze Jahr nur bergab. Zu Jahresbeginn lagen die Preise noch über 40 Cent/kg und konnten sich in den ersten Monaten auch behaupten. Ab April setzte dann der Verfall der Milchpreise ein, der abgesehen von einer kurzen Unterbrechung im Frühjahr 2015 bis vor kurzem nicht zum Stillstand gekommen ist.

Friesland Campina an der Spitze

Im Jahr 2014 zahlten folgende vier Molkereien über 40 Cent je Kilogramm bei einer Jahresanlieferung von 500 Tonnen. Bei der Arla Foods Niederlassung Sonthofen ist der Zuschlag für Bergbauernmilch nicht enthalten. Beim Milchpreis von Friesland Campina ist ein anteiliger Zuschlag Weidegang enthalten. 

  1. Milchverwaltung FrieslandCampina Germany GmbH:  41,46  Cent/kg
  2. Schwarzwaldmilch GmbH Freiburg: 40,75 Cent/kg
  3. Arla Foods Deutschland GmbH Niederlassung Sonthofen: 40,37 Cent/kg
  4. Goldsteig Käsereien Bayerwald GmbH : 40,29 Cent/kg

Das zahlten die Molkereien 2014.pdf

Allzeithoch im Süden

Die Molkereien im Süden zahlten im Jahr 2014 im Schnitt 38,92 Cent/kg. Damit erhielten die dort ansässigen Milcherzeuger nochmals 1 Cent mehr als im Jahr zuvor, während ihre nord- und ostdeutschen Kollegen bereits kräftige Einbußen hinnehmen mussten. Somit wurde nicht nur die Tabellenspitze zurückerobert, sondern gleichzeitig stellte dieses Ergebnis mit 38,86 Cent/kg in Bayern und 39,10 Cent/kg in Baden-Württemberg ein neues Allzeithoch dar. Wenig verwunderlich, dass sich in der bundesweiten Tabelle hauptsächlich bayerische und baden-württembergische Unternehmen ganz oben befinden.

 

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