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Betriebsmittel

Diesel billiger, Heizöl teurer

Zapfsäule an Tankstelle
am
18.02.2019

In der ersten Februarhälfte mussten Landwirte für Dieselkraftstoff weniger Geld ausgeben als im Vormonat. Heizöl hat sich hingegen etwas verteuert.

Grund für die etwas höheren Heizölpreise ist der Kursanstieg bei Rohöl. Sollten sich die Kurse für Rohöl auf dem jetzt erreichten Niveau behaupten, dürfte dies im weiteren Monatsverlauf wohl auch für höhere Dieselpreise sorgen.

Grund für den Anstieg der Rohölpreise sind die deutlichen Kürzungen der Fördermengen durch die OPEC und Russland. Hinzu kommen die Sanktionen der Amerikaner gegenüber Venezuela sowie die Hoffnungen eine Beilegung des Handelstreits zwischen den USA und China.

In der zweiten Februarhälfte und im März werden die Preise für Diesel und Heizöl den Vorgaben vom Rohölmarkt folgen. An Terminmärkten erwartet man für die kommenden Monate bei Rohöl derzeit eher eine Seitwärtsbewegung der Preise.

Diesel könnte wieder teurer werden

dieselpreis

Die Dieselpreise sind bereits im Januar deutlich zurückgegangen. Bis Mitte Februar ging es nochmals leicht nach unten. Mit durchschnittlich 123,30 Cent je Liter waren die Verkaufspreise an den deutschen Tankstellen rund 1 Cent niedriger als im Januar.

Die letzte Preisspitze vom November von 145,1 Cent wurde um 15 Prozent bzw. 21,8 Cent unterboten. Gleichzeitig ist dies der niedrigste Preis seit April des vorigen Jahres. Im der zweiten Februarhälfte und im März dürften die Dieselpreise jedoch eher wieder steigen. Die Rohölpreise haben nämlich schon im Januar um fast 20 Prozent zugelegt.

Im Februar gingen es mit den Rohölpreisen nach einem zwischenzeitlichen Rückgang wieder auf das Januarniveau nach oben. Mit einiger Zeitverzögerung und wird sich dies auch in den Preisen für Diesel und andere Treibstoffen niederschlagen.

Preise für Heizöl steigen leicht

heizölpreise

Heizöl hat bereits auf die höheren Rohölpreise reagiert und sich in der zweiten Januarhälfte etwas verteuert. Dieser moderate Preisanstieg setzte sich in der ersten Februarhälfte fort. Im Mittel des Monats Februar kostet leichtes Heizöl in Deutschland bisher 68,2 Cent je Liter. Das sind 1,2 Cent mehr als man im Januar zahlen musste.

Die letzte Preisspitze vom November von 84,50 Cent wird jedoch um gut 20 Prozent bzw. 16,30 Cent unterboten. Wie sich die Heizölpreise in der zweiten Februarhälfte und im März entwickeln ist jedoch noch offen. Das zuletzt sehr milde und frühlingshafte Wetter wirkt einem weiteren Preisanstieg jedenfalls eher entgegen.

Terminmarkt erwartet keine höheren Rohölpreise

Brent Rohöl

Die Rohölpreise bewegen sich Mitte Februar auf bereits dem im Januar erreichten deutlich höheren Niveau. Für die kommenden Monate erwartet man am Terminmarkt derzeit nur sehr geringe Preisveränderungen. Rohöl der Sorte Brent kostete derzeit 66 USD je Barrel. US-Leichtöl der Sorte WTI wird derzeit mit 55,60 USD je Barrel gehandelt.

Hintergrund des Preisanstiegs im Januar waren die jüngsten Produktionskürzungen der OPEC und auch Russlands. Diese sollen das Angebot am Markt nach dem vorausgegangen Preisverfall deutlich reduzieren. Hinzu kamen die Sanktionen der USA gegenüber Venezuela. Diese lassen das verfügbare Angebot ebenfalls schrumpfen. Nicht zuletzt die Gespräche zwischen den USA und China über eine Beilegung des Handelsstreits stützen die Preise.

Analysten der großen Investmentbanken schätzten in einer aktuellen Prognose die Jahrespreise der Sorte Brent dennoch nur auf 67 USD je Barrel und den WTI-Preis auf 60 USD. Bei der vorigen Prognose hatte man die Preise noch 69 bzw. 63 USD gesehen und damit etwas höher.

 

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