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Preise für Diesel

Dieselpreise fallen kräftig - 1,90 Euro im Viser

Dieselpreise.
am Dienstag, 15.11.2022 - 08:53 (Jetzt kommentieren)

Die Dieselpreise fallen zum Beginn der Woche deutlich unter 2,0-Euro. In etlichen Regionen mussten weniger als 1,90 Euro gezahlt werden. Grund für den anhaltenden Preisrückgang sind zuletzt weiter gefallenen Rohölpreise und der anhaltende Preisrückgang beim wichtigsten Vorprodukt: Gasöl.

dieselpreise.

Und die Dieselpreise dürften weiter fallen – ebenso wie die Heizölpreise. Am Montag gaben die Preise für Rohöl und Gasöl deutlich nach. Grund sind unter anderem Bedenken hinsichtlich der chinesischen Energienachfrage, nachdem bekannt wurde, dass chinesische Covid-Infektionen auf ein neues 6-Monats-Hoch gestiegen sind.

Das dürfte die Nachfrage nach Rohöl und Raffinerieprodukten am Weltmarkt erheblich belasten. Analysten berichten, dass mehr als 10 % des gesamten chinesischen Bruttoinlandsprodukts in irgendeiner Form von den Sperrmaßnahmen betroffen sind.

Am Montag (14.11) kostet Diesel im Bundesmittel 1,98 Euro je Liter, zeigen die Daten des Branchendienstes Benzinpreis.aktuell. Das ist der niedrigste Preis seit Mitte August. In etlichen Regionen waren die Preise unter 1,90 je Liter gefallen und damit so tief wie seit Februar nicht mehr.

Seit Montag voriger Woche sind die Dieselpreise damit um rund 11 Cent zurückgegangen und seit Monatsbeginn ist das Tanken 15 Cent billiger.  

Und heute (Dienstag) dürften die Preise noch weiter nach unten gehen und könnten im Bundesmittel die 1,95 Euro-Marke erreichen. Hauptgrund für die nachgebenden Dieselpreise sind die weiter fallenden Rohölpreise - ebenso wie der anhaltende Rückgang der Preise für Gasöl - dem wichtigste Vorprodukt für Diesel und Heizöl.

Die europäische Öl-Sorte Brent beendete den Handel am Montag (MEZ) mit 93,14 USD je Barrel notiert und damit 2,85 USD billiger als am Freitag.

Ein weiterer wichtiger Einflussfaktor sind die Gasöl-Notierungen. Am Montag kostete Gasöl (Gasoil Low Sulphur) am Terminmarkt für den Januarkontrakt rund 968 USD je Tonne. Das waren 15 USD weniger als am Freitag und 72 USD weniger als am Montag der vorigen Woche.

Die Welt braucht offenbar weniger Öl - das drückt die Preise

Die OPEC senkte ihre Prognose für das Wachstum der weltweiten Ölnachfrage im Jahr 2022, um 0,1 Mio. Barrel pro Tag (bpd) auf 2,5 Mio. bpd, teilte die Organisation in ihrem Novemberbericht mit.

Laut OPEC-Prognose könnte die Ölnachfrage in den Ländern, die Mitglieder der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sind, im Jahr 2022 um 1,3 Mio. bpd wachsen und 46,1 Mio. bpd erreichen.

Der Ölverbrauch in Nicht-OECD-Ländern könnte um 1,3 Mio. bpd auf 53,5 Mio. bpd steigen. Die OPEC senkte auch ihre Wachstumsprognose für die Ölnachfrage für 2023 um 0,1 Mio. bpd auf 2,2 Mio. bpd.

Unsicherheit in der Weltwirtschaft und Faktoren im Zusammenhang mit der Pandemie und der angespannten geopolitischen Lage können zu einem Rückgang des Ölverbrauchs im Jahr 2023 führen.

Die Vereinigten Staaten, Kanada, China, Guyana und Brasilien werden laut OPEC die Haupttreiber des Angebotswachstums sein, während Thailand und auch Norwegen die Ölproduktion reduzieren könnten.

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