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Kosten für Treibstoff und Energie

Dieselpreise fallen mit Tankrabatt – Sturm auf Tankstellen befürchtet

Diesel tanken.
am Donnerstag, 12.05.2022 - 11:50 (6 Kommentare)

Diesel und Benzin sind extrem teuer. Der ADAC sagt sogar zu Unrecht. Deshalb soll es ab Juni einen Tankrabatt geben. Das könnte jedoch ein Chaos auslösen. Außerdem verdient der Staat sehr gut an den hohen Dieselpreisen und Benzinpreisen mit.

dieselpreise zu hoch.

Die Bundesregierung plant einen zeitlich befristeten Tankrabatt. Damit will man um Autofahrende zu entlasten: Ab 1. Juni könnte Benzin dadurch rund 30 Cent günstiger werden, bei Diesel ist mit einer Ersparnis von zirka 14 Cent zu rechnen.

Der ADAC erwartet für die ersten Juni-Tage einen Ansturm an den Zapfsäulen. Die Experten rechnen damit, dass zu längeren Wartezeiten und Schlangen an den Tankstellen kommt. Wer dem entgehen will, sollte nicht mit dem letzten Tropfen Kraftstoff unterwegs sein, um flexibler auf die Situation an den Tankstellen reagieren zu können, heißt es weiter.

Auf Kraftstoffe wie Benzin und Diesel wird die Energiesteuer erhoben. Sie richtet sich nach der Menge des verbrauchten Kraftstoffs. Seit dem Jahr 2003 ist der Energiesteueranteil unverändert und hat somit keinen Anteil an den aktuell steigenden Preisen. Der Energiesteuersatz für Benzin beträgt 65,45 Cent/Liter, für Diesel liegt der Steuersatz bei 47,04 Cent/Liter.

Seit dem 1. Januar 2021 werden fossile Brennstoffe im Rahmen der CO2-Steuer derzeit mit 30 Euro pro Tonne CO2 belegt. Hinzu kommt die sogenannte Erdölbevorratungsabgabe. Auf den Netto-Verkaufspreis von Kraftstoffen fällt zudem die „Mehrwertsteuer“ (Umsatzsteuer) an, die sich prozentual am Gesamtpreis bemisst.

Staat verdient an hohen Spritpreisen kräftig mit

Das heißt auch: Nicht nur die Mineralölindustrie und die Tankstellenbetreiber verdienen an den hohen Spritpreise kräftig mit, sondern vor allem der Staat, der für einen beträchtlichen Teil des hohen Preises, den die Verbraucher zahlen verantwortlich ist, und diesen über Steuern abschöpft.

Auf Kraftstoffe wie Benzin und Diesel wird die Energiesteuer erhoben. Sie richtet sich nach der Menge des verbrauchten Kraftstoffs. Seit dem Jahr 2003 ist der Energiesteueranteil unverändert und hat somit keinen Anteil an den aktuell steigenden Preisen. Der Energiesteuersatz für Benzin beträgt 65,45 Cent/Liter, für Diesel liegt der Steuersatz bei 47,04 Cent/Liter.

Seit dem 1. Januar 2021 werden fossile Brennstoffe im Rahmen der CO2-Steuer mit 30 Euro pro Tonne CO2 belegt. Hinzu kommt die sogenannte Erdölbevorratungsabgabe.

Auf den Netto-Verkaufspreis von Kraftstoffen fällt zudem die „Mehrwertsteuer“ (Umsatzsteuer) an, die sich prozentual am Gesamtpreis bemisst. Danach ergeben sich lauf Bundesfinanzministerium folgende Abgaben am Gesamtpreis pro Liter Kraftstoff:

- Diesel: Energiesteuer 47,04 Cent / Liter; CO2-Preis 8,30 Cent / Liter; Erdölbevorratungsabgabe 0,30 Cent / Mehrwertsteuer 19 % vom Netto-Verkaufspreis

- Benzin: Energiesteuer 65,45 Cent / Liter; CO2-Preis 7,20 Cent / Liter; Erdölbevorratungsabgabe 0,27 Cent / Mehrwertsteuer 19 % vom Netto-Verkaufspreis

Kraftstoffpreise sind überhöht - sagt der ADAC

Zum Beginn des Ukraine-Krieges sind die Preise für Diesel und Benzin stark gestiegen. Von Ende Februar bis Mitte März, in den ersten Wochen des Krieges am Schwarzen Meer, verteuerte sich Super E10 um rund 45 Cent je Liter, Diesel schoss sogar um rund 65 Cent nach oben. Bei einer Tankfüllung von 50 Litern entsprach dies einer Preissteigerung von knapp 23 Euro bei Super E10 und mehr als 32 Euro bei Diesel.

Seit diesen Höchstständen sin die Preise Benzin und Diesel bis Mitte April wieder zurückgegangen und sind seitdem im Grund auf hohem Niveau stabil. Als Grund für die anhaltend hohen Kraftstoffpreise wird von Tankstellenbetreibern und der Mineralölindustrie die Preise für Rohöl genannt. Aktuell kostet ein Barrel Rohöl der Sorte Brent 105 US-Dollar. Das sind jedoch 24 Dollar weniger als zur letzten Preisspitze am 8. März.

Ein weiterer Faktor, der die Treibstoffpreise hierzulande beeinflusst, ist der Euro-Dollar-Kurs, der zuletzt deutlich von etwa 1,15 im Februar auf 1,04 im heutigen laufenden Handel gefallen ist. Damit hat sich der Einkauf von Rohöl am Weltmarkt allein durch den schwachen Euro um etwa 10 % verteuert. Doch allein der Wechselkurs erklärt den massiven Preisanstieg bei den Spritpreisen und bei Heizöl nicht.

Nach Ansicht des ADAC sind die derzeitigen Kraftstoffpreise deutlich überhöht. Dies zeigt der Vergleich mit dem 1. März. Damals lagen die Rohölnotierungen auf einem ähnlichen Niveau wie heute. Super E10 kostete jedoch rund 21 Cent je Liter weniger als derzeit, Diesel war sogar über 29 Cent je Liter billiger. Allerdings war der Wechselkurs günstiger.

Mit Material von ADAC

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