Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Kosten für Treibstoff und Energie

Dieselpreise und Heizölpreise steigen – schon wieder

Diesel tanken.
am Montag, 18.07.2022 - 12:42 (Jetzt kommentieren)

Die Preise für Diesel und Heizöl steigen zum Beginn der neuen Woche. Vorausgegangen ist ein erneuter Anstieg der zuvor deutlich gefallenen Rohölpreise.

dieselpreise.

Diesel kostet am Montagmorgen (18.07) an den deutschen Tankstallen im Schnitt 2,01 Euro je Liter berichtete der Onlinedienst bezinpreis-aktuell.de. Die Preisspanne lag am Vormittag zwischen 1,94 und 2,18 Euro je Liter. Damit sind die Treibstoffpreise mit den Rohölpreisen wieder gestiegen und kosten 5 Cent mehr als vor einer Woche.

Zum Beginn der vorigen Woche waren die Preise in einigen Regionen bis unter 1,85 Euro je Liter gefallen. Dem war ein mächtiger Preisrutsch bei Rohöl von mehr als 10 USD je Barrel vorausgegangen. In der zweiten Hälfte der Woche waren die Ölpreise dann jedoch wieder gestiegen.

Leichtes Heizöl kostete die Verbraucher am Montagmorgen im Bundesmittel 152 Euro je 100 Liter. Das waren knapp 6 Euro mehr als in der vorigen Woche und 12 Cent mehr als vor zwei Wochen.

„Die Heizölpreise in Deutschland hatten zum Wochenschluss weiter zugelegt. Zum Start der neuen Wochen wurden aber zumeist geringfügig Preisabschläge an die Verbraucher weitergegeben. Dabei orientierten sich die Heizölhändler mehr an den Gasölpreisen als an den gestiegenen Rohöl-Future-Kontrakten,“ sagt der sagt der Branchendienst Tecson.

Weiter berichten die Heizölexperten: „Die Bestellaktivität der Heizölverbraucher hat sich wieder abgeschwächt. Das Thema der Heizenergieversorgung in der kommenden Heiz­periode ist tägliches Thema in den Medien, aber für Gas noch viel stärker als Heizöl.“

Die Rohölpreise sind nach einem scharfen Rückgang zum Beginn der vorigen Woche zuletzt wieder gestiegen. Die neue Woche beginnt erneut mit steigenden Preisen. Brent-Rohöl notierte im laufenden Handel am Montag bei 103,3 USD pro Barrel. Das ist 2,13 USD je Barrel mehr als Freitag. Das US-Leichtöl WTI steigt am Montag um 1,88 USD auf 99,4 USD pro Barrel.

Die Erdgaspreise geben nach trotz der Abschaltung vom Nordstream 1 leicht nach – bleiben jedoch sehr hoch. Am wichtigsten europäischen Handelsplatz  dem „Trading Natural Gas EU Dutch TTF“, notieren die Preise am Montagmorgen bei 159 Euro je Mwh und damit 14 Euro niedriger als am vorigen Montag – jedoch rund 100 Euro höher als Anfang Juni – als die Preise bei 78 Euro je MWh lagen.

Rohöl und auch Erdgas bleiben knapp und teuer

heizoelpreise

Die Rohölpreise steigen durch die anhaltende Sorge, dass Russland seine Energielieferungen als Waffe gegen jene Länder einsetzen könnte, die Sanktionen verhängt haben. Russland hat bereits seine Erdgaslieferungen nach Dänemark, Finnland, Bulgarien, die Niederlande und Polen gestoppt und die Lieferungen nach Deutschland reduziert. Die Wartungsarbeiten an der Leitung Nordstream 1 senken den Glasfluss zusätzlich.

Die anhaltend niedrigere OPEC-Rohölproduktion stützt die Preise ebenfalls. Trotz der OPEC+-Vereinbarung zur Erhöhung der Rohölförderung ging die Produktion der OPEC im Juni um -120.000 Barrel pro Tag auf 26,6 Millionen Barrel pro Tag zurück, berichten Analysten. Vor allem die nigerianische und libysche Rohölproduktion ging im Juni aufgrund beschädigter Pipelines in Nigeria und politischer Unruhen in Libyen zurück.

Die US-Energy-Information-Administration (EIA) sagte vorige Woche, dass die US-Rohölvorräte am 8. Juli 8,9 % unter dem saisonalen 5-Jahres-Durchschnitt lagen. Doch der weltweite Anstieg der Covid-Infektionen könnte zu erneuten Pandemiebeschränkungen führen, die die globale Wirtschaftstätigkeit und den Energiebedarf dämpfen, befürchten einige Analysten. In den USA steigen die Erdgaspreise am Freitag stark auf ein 1-Monats-Hoch. Hintergrund ist eine Hitzewelle in Texas und im Mittleren Westen die Erdgas-Nachfrage von Stromversorgern ankurbeln wird, um mehr Klimaanlagen zu betreiben.

Die Preise für Erdgas werden auch durch den anhaltenden Ausfall des US-LNG-Exportterminals von Freeport gestützt. Analysten befürchten, dass das Terminal möglicherweise noch länger als die ursprünglich geplanten 90 Tage geschlossen bleibt.

Kommentare

agrarheute.comKommentare werden geladen. Bitte kurz warten...