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Kosten für Heizöl

Heizölpreise fallen nicht weiter – Kunden halten sich zurück

Heizöltanks im Hafen.
am Freitag, 23.12.2022 - 10:19 (Jetzt kommentieren)

Die Heizölpreise sind in der Weihnachtswoche leicht zurückgegangen, nachdem es in der vorigen Woche steil nach oben ging. Nach wie vor folgen die Heizölpreise den Rohölpreisen und den Preisen für Gasöl. Dort sind die Kurse nach einem dreitägigen Anstieg am Donnerstag wieder gefallen und beginnen den Handel am Freitag erneut im Plus. Die Kauf-Aktivität der Heizölkunden ist aber ziemlich gering, berichten Händler.

heizölpreise aktuell.

Am Freitagmorgen (23.12.) kostete Heizöl im Bundesmittel gut 125 Euro je 100 Liter, berichtet der Branchendienst Tecson. Das sind rund 2 Euro weniger als am Montag, jedoch etwa rund 8 Euro mehr als Mitte Dezember, als die Preise ihren vorläufigen Tiefpunkt erreicht hatten.

Damit folgten die Heizölpreise weiter den schwankenden Ölpreisen. „Die Bestellaktivität der Verbraucher ist aktuell sehr dünn, nachdem es zuvor wochenlang einen Bestellboom gegeben hatte,“ sagt der Branchendienst Tecson. Der Preisschock der letzten Woche hat viele Kunden verunsichert und sorgt für große Nervosität, heißt es weiter.

Allerdings haben sich viele Kunden zuletzt gut eingedeckt und der akute Bedarf ist relativ gering. Auch das Wetter drosselt die Nachfrage: Der Kältewelle der letzten Wochen folgen bis über Weihnachten mildes Wetter mit teilweise zweistelligen Temperaturen.

Eine Kältewelle in den USA könnte die Rohölpreise und den Heizölmarkt in den nächsten Tagen ebenfalls beeinflusst und die Preise nach oben treiben, wie man heute an den Ölbörsen beobachten kann.  Der Kälteeinbruch mit bis zu minus 20 Grad könnte den Bedarf an Heizöl stark nach oben ziehen und damit auch am internationalen Markt preissteigernd wirken.

Die EU-Sanktionen auf russische Rohölexporte per Schiff und der Preisdeckel von 60 USD wirken sich offenbar aus. Laut Bloomberg sind die Exporte um 54 Prozent eingebrochen. Allerdings arbeitet der wichtige russische Exporthafen Primorsk aufgrund von Wartungsarbeiten nur eingeschränkt.

Am heutigen Freitag (23.12) wird russisches Ural-Rohöl nur mit knapp 56 USD pro Barrel gehandelt, was bedeutet, dass die Preise seit Anfang Dezember um 14 USD gefallen sind.

Rohöl der Sorte Brent wird heute mit 81,97 USD gehandelt und damit nochmals 0,99 USD teurer als am Donnerstag und etwa 2 USD teurer als am Montag.

Regionale Heizölpreise zwischen 2 und 3 Euro günstiger

heizölpreise bundesländer.

Die Kaufaktivität der Heizölkunden ist aktuell sehr verhalten, bei Lieferzeiten, bis weit in den Februar hinein. Dabei haben sich die regionalen Preisunterschiede zuletzt weiter vergrößert, zeigen die Daten aus den Regionen (siehe Grafik).

Heute (23.12) liegen zwischen den teuersten (Berlin) und dem billigsten Bundesland (Nordrhein-Westfalen) rund 22 Euro je 100 Liter Differenz. Bei einem Einkauf von 3000 Litern Heizöl, macht das immerhin einen Preisunterschied von 660 Euro.

Am billigsten ist Heizöl heute in Nordrhein-Westfalen, Bayern sowie in Bayern und Rheinland-Pfalz. In Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg kostet Heizöl heute am meisten. Am Freitagvormittag (23.12) lagen die Heizölpreise in Nordrhein-Westfalen nach den Erhebungen des Branchendienstes esyoil bei nur bei 114 Euro je 100 Liter und damit 2 Euro niedriger als am Montag.

In Bayern müssen die Verbraucher aktuell knapp 118 Euro zahlen und damit ebenfalls 2 Euro weniger als zum Beginn der Woche.

Am teuersten war Heizöl heute in Berlin mit 136 Euro – das sind aber ebenfalls 2 Euro weniger als am Montag. In Mecklenburg-Vorpommern lagen die Preisforderungen am Freitagmorgen bei 131 Euro je 100 Liter und sind damit 2 Euro niedriger als zum Wochenstart.

In Niedersachsen werden von Verbrauchern heute 128 Euro je 100 Liter verlangt und damit 3 Euro weniger als am Montag.

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