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Kosten für Heizöl

Heizölpreise steigen wieder – Kunden kaufen weniger

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am Freitag, 20.01.2023 - 13:27 (Jetzt kommentieren)

Die Heizölpreise steigen am Freitag deutlich. Die regionalen Preisanhebungen liegen zwischen 1 und 3 Euro je 100 Liter. Die Kaufbereitschaft lässt spürbar nach, sagen Händler. Die Kunden warten erstmal ab. Dabei waren die Preise am Donnerstag zunächst auf den tiefsten Stand seit dem 1. März des Vorjahres gefallen. Und auch mit dem jüngsten Anstieg, ist Heizöl im mittelfristigen Vergleich noch sehr günstig.

Heizölpreise.

Am Freitagvormittag (20.01.) kostete Heizöl im Bundesmittel 118,4 Euro je 100 Liter, berichtet der Branchendienst Tecson. Das sind 1,3 Euro mehr als am Vortag und der höchsten Preise seit etwa 10 Tagen. Am Donnerstag waren die Heizölpreise zunächst noch auf ein neues 18-Monatstief gefallen und haben damit fast den Vorkriegsstand wieder erreicht.

Grund für den Anstieg der Heizölpreise ist der kräftige Preissprung bei Rohöl und vor allem bei Gasöl – dem wichtigsten Vorprodukt für Diesel und Heizöl. Die regionalen Heizölpreise sind am Freitagvormittag zwischen 1 und reichlich 3 Euro gestiegen, liegen jedoch – anders als in der jüngsten Vergangenheit – weiterhin relativ dicht beieinander. In einer Reihe von Bundesländern – wie Nordrhein-Westfalen und Bayern – bewegen sich die Heizölpreise nur knapp der Marke von 111 Euro je 100 Liter und damit deutlich unter dem Bundesmittel.

Die Rohölpreise steigen am heutigen Freitag im laufenden Handel zunächst weiter an und vor allem die Gasölpreise legen erneut kräftig zu. Am Freitag (20.01) wird Rohöl der Sorte Brent im laufenden Handel mit 86,4 USD notiert und damit 0,31 USD teurer als am Vortag. Gasöl für den Februartermin kostet heute im laufenden Handel 971 USD je Tonne und damit nochmals 28 USD mehr als am Vortag. Das könnte für weitere Preisaufschläge bei Heizöl sorgen.

„Im Zuge der steigenden Preise fiel die Anzahl der Bestellungen im Vortagesvergleich um etwa zehn Prozent. Trotz der Aufwärtstendenz der letzten Tage hält sich der Heizölpreis noch im Bereich des Seitwärtstrends der letzten Wochen. Ein klarer Richtungsimpuls fehlt jedoch“, sagen die Experten von heizöl24.

Kunden sind verschreckt – Regionale Preisunterschiede noch kleiner

Heizölpreise.

Nachdem die Kaufaktivität der Heizölkunden zur Wochenmitte sehr hoch war, sorgt der Preisanstieg am Freitag für einen deutlichen Rückgang der Bestellungen, berichten die meisten Händler. Die Lieferfrist liegt nach Angaben der Händler derzeit zwischen 2 und 4 Wochen. Dabei sind die regionalen Preisunterschiede im neuen Jahr deutlich kleiner geworden, zeigen die Daten aus den Regionen (siehe Grafik).

Heute (20.01) liegen zwischen den teuersten (Mecklenburg-Vorpommern) und dem billigsten Bundesland (Bayern) rund 8,50 Euro je 100 Liter Differenz. Bei einem Einkauf von 3000 Litern Heizöl, macht das immerhin einen Preisunterschied von 255 Euro. Am billigsten ist Heizöl heute in Bayern, in Nordrhein-Westfalen sowie in Baden-Württemberg. In Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, und Niedersachsen kostet Heizöl heute am meisten.

Am Freitagvormittag (20.10) lagen die Heizölpreise in Bayern nach den Erhebungen des Branchendienstes esyoil 111 Euro je 100 Liter und damit sogar noch 1 Euro höher als am Vortag. In Nordrhein-Westfalen müssen die Verbraucher heute reichlich 111 Euro zahlen und damit 2,1 Euro mehr als am Vortag.

Am teuersten war Heizöl heute in Mecklenburg-Vorpommern mit knapp 120 Euro – das waren 1,7 Euro mehr als am Vortag. In Niedersachsen lagen die Preisforderungen am Freitag bei knapp 119 Euro je 100 Liter und damit 2 Euro höher als gestern. Am stärksten gestiegen sind die Preise in Berlin, Sachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein mit etwa 3 Euro zum Vortag.

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