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Preise für Heizöl

Heizölpreise fallen auf neuen Tiefstand – Ist der Preissturz zu Ende?

heizöl heizen.
am Montag, 14.11.2022 - 14:54 (Jetzt kommentieren)

Die Heizölpreise sind in vielen Regionen unter 130 Euro je 100 Liter gefallen. Im Bundesmittel kostete Heizöl damit so viel wie zuletzt im Mai. Ursache waren die gefallenen Rohölpreise und vor allem der Preisrutsch beim wichtigsten Vorprodukt Gasöl. Zum Beginn der Woche bewegen sich die Heizölpreise in den meisten Regionen seitwärts. Das hat verschiedene Gründe.

heizölpreise.

Am Montagmorgen (14.11.) kostete Heizöl im Bundesmittel 135,8 Euro je 100 Liter, berichtet der Branchendienst Tecson.

Damit hat sich Heizöl im Vergleich zum vorigen Montag, als die Heizölpreise bereits auf 148,9 Euro gefallen waren, nochmals deutlich verbilligt. Grund sind die vorige Woche deutlich gefallenen Rohölpreise und auch der Rückgang bei den Gasölpreisen, dem wichtigsten Vorprodukt für Heizöl und Diesel.

Auch gegenüber Freitag (137,7 Euro) sind die Heizölpreise weiter zurückgegangen. Allerdings bewegen sich die Preise in vielen Regionen zum Beginn dieser Woche seitwärts bzw. einige Händler haben ihre Preisangebote sogar leicht erhöht.

Entscheidend für die weitere Preisentwicklung wird sein, wie sich die Rohölpreise und die Gasölpreise weiterentwickeln. Und da sieht es heute für die Heizölkunden eigentlich nicht schlecht aus. Im vorbörslichen Handel bewegen sich die Rohölpreise – nach einem Anstieg am Freitag – am Montag zunächst seitwärts. Grundsätzlich werden die Heizölpreise den Rohölpreisen folgen.

Die europäische Öl-Sorte Brent wird am Montagmorgen (MEZ) im laufenden Handel mit 96,07 USD je Barrel notiert und damit 0,08 USD teurer als am Freitag – jedoch 1,90 USD günstiger als am vorigen Montag.

Ein weiterer wichtiger Einflussfaktor sind die Gasöl-Notierungen. Am Montagmorgen kostete Gasöl (Gasoil Low Sulphur) am Terminmarkt rund 1005 USD je Tonne. Das sind 18 USD mehr als am Freitag, jedoch gut 57 USD weniger als zum Beginn der vorigen Woche.

Für die späteren Termine bewegen sich die Gasölpreise unter 1000 USD je Tonne und lassen für die nächsten Wochen auch am physischen Markt einen weiteren Rückgang der Gasölpreise erwarten.

Probleme könnte es von anderer Seite geben. Bei einer Großraffinerie von BP in Rotterdam droht ein Streik. Da die Anlage vor allem für die Versorgung mit Diesel und Heizöl in Nordwesteuropa wichtig ist, würde ein Produktionsstopp auch die hiesigen Tankstellen- und Heizölpreise beeinflussen.

Im Süden kostet Heizöl weniger als 130 Euro

heizölpreise bundesländer.

Aktuell sind die Heizölpreise im Norden Deutschlands weiterhin wesentlich höher als im Süden, zeigen die Daten aus den Regionen (siehe Grafik unten). Heizölhändler berichten indessen, dass sich die Bestellaktivität am deutschen Heizölmarkt (trotz der stark gefallenen Preise) wie schon die ganze Woche auf durchschnittlichem Niveau bewegt.

Wer wirklich kaufen will, sollte nicht mehr allzu lange warten. „Die aktuelle Preisdelle stellt eine Kaufgelegenheit für alle dar, die zum Winterstart einen leeren Tank haben. Die Versorgungslage im Ölmarkt wird sich so schnell nicht normalisieren. Die Preisrisiken sind nach wie vor hoch“, sagt das Heizölportal esyoil.

Die Preisunterschiede bei den Angeboten der regionalen Heizölhändler sind immer noch groß, werden aber immer kleiner. Derzeit liegen zwischen den teuersten (Mecklenburg-Vorpommern) und dem billigsten Bundesland (Bayern) noch 17 Euro je 100 Liter Differenz. Das sind rund 12 Euro weniger als vorige Woche. Bei einem Einkauf von 3000 Litern Heizöl bedeutet das noch 510 Euro Preisunterschied.

Am billigsten ist Heizöl weiterhin in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. In Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein kostet Heizöl aktuell am meisten. Am Montagmorgen lagen die Heizölpreise in Bayern nach den Erhebungen des Branchendienstes esyoil.com bei knapp 127 Euro je 100 Liter und damit 11 Euro niedriger als am vorigen Montag. In Nordrhein-Westfalen müssten die Verbraucher aktuell knapp 127 Euro zahlen und damit 11 Euro weniger als am Montag der vorigen Woche.

Am teuersten war Heizöl auch diese Woche in Mecklenburg-Vorpommern mit knapp 144 Euro (wobei es im Wochenvergleich um 12 Euro nach unten ging). In Bremen werden von Verbrauchern heute 143 Euro je 100 Liter verlangt und damit 20 Euro weniger als am vorigen Montag und in Schleswig-Holstein kostet Heizöl rund 140 Euro und damit ebenfalls 17 Euro weniger als vor einer Woche.

In Niedersachsen bewegten sich die durchschnittlichen Preisforderungen bei 140,50 Euro je 100 Liter und damit über dem Durchschnitt – jedoch ebenfalls 15 Euro niedriger am vorigen Montag.

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