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Preise für Heizöl

Heizölpreise fallen kräftig – Verbraucher kaufen nach

oelheizung.
am Montag, 24.10.2022 - 15:59 (Jetzt kommentieren)

Die Heizölpreise fallen zum Beginn der Woche weiter. Und die Verbraucher kaufen nach. Doch die regionalen Preisunterschiede sind ungewöhnlich groß. Die Rohölpreis fallen zum Wochenbeginn ebenfalls und könnten für einen weiteren Preisrückgang sorgen.

heizölpreise.

Am Montagmorgen (24.10.) kostete Heizöl im Bundesmittel knapp 159 Euro je 100 Liter, berichtet der Branchendienst Tecson. Damit sind die Heizölpreise im Wochenvergleich um 10 Euro je 100 Liter gefallen und so günstig wie zuletzt Anfang Oktober. Im Vergleich zum vorigen Jahr (89,9 Euro je 100 Liter) ist Heizöl rund 69 Euro je 100 Liter bzw. 75,5 % teuer.

„Die Heizölpreise kommen von ihrem Hochpreisniveau steil zurück“, sagt der Branchendienst Tecson in seiner aktuellen Markteinschätzung. Die fortgesetzte Entspannung auf dem inländischen Versorgungsmarkt machte den Preisrückgang möglich, stellen die Analysten fest. Heizölhändler melden zudem: Die Heizölbestellaktivität der Verbraucher hat wieder zugenommen hat.

Tecson sagt deshalb: „Weiteres Abwarten könnte sich lohnen, denn der Trend 'läuft'. (Sicher ist das natürlich nicht.) Fakt ist jedenfalls, dass die Rohölpreise im vorbörslichen Handel am Montag ebenfalls weiter nachgeben – und für die Sorte Brent bei 92,5 USD je Barrel notieren und damit knapp 1 USD niedriger als am Freitag.

Eine weitere Ursache für den Preisrutsch sehen die Analysten in den etwas schwächeren Gasöl-Notierungen. Gasöl ist das wichtigste Vorprodukt bei der Herstellung von Heizöl und Diesel und deshalb entscheidend für die Preisentwicklung beider Produkte. Am Montagmorgen kostete Gasöl (Gasoil Low Sulphur) am Terminmarkt rund 1067 USD je Tonne. Das waren gut 40 USD weniger als vor einer Woche.

Druck auf die Preise für Heizöl und Diesel geht auch von der Entwicklung in Frankreich aus. Dort enden die Streiks der Raffineriebeschäftigten. Nur noch zwei Raffinerien werden bestreikt. Es wird aber ein bis zwei Wochen dauern, bis die Anlagen landesweit wieder unter Volllast produzieren können.

Heizöl im Norden am teuersten – in NRW am billigsten

heizölpreis regional.

Die regionalen Preise in Deutschland entwickeln sich in diesen Wochen durchaus untypisch, sagen Marktbeobachter. Danach ist Heizöl in Nordrhein-Westfalen und in Bayern im Bundesvergleich besonders günstig, im Norden entgegen dem sonstigen Trend teurer.

So lagen die Heizölpreise in Bayern nach den Erhebungen des Branchendienstes esyoil.com bei 145 Euro je 100 Liter. In Nordrhein-Westfalen mussten die Einkäufer nur 144 Euro zahlen. Am teuersten waren die Preise in Bremen mit 176 Euro, in Mecklenburg-Vorpommern mit 167 Euro und in Schleswig-Holstein mit 166 Euro. Auch in Niedersachsen bewegten sich die durchschnittlichen Preisforderungen mit 163 Euro je 100 Liter deutlich über dem Durchschnitt.

Insgesamt steigt die Zahl der Bestellungen seit Mitte der Woche steil an und liegt über dem saisonüblichen Durchschnitt, sagen Händler. Die Analysten von esyoil gehen zudem davon aus, dass der Markt doch noch nicht gesättigt ist.

Viele Haushalte warteten offenbar auf eine günstige Kaufgelegenheit. Die steil steigende Zahl von Bestellungen bei Preisdellen bestätigt, dass nicht alle Haushalte für den Winter vorgesorgt haben.

Die meisten Analysten empfehlen deshalb: Verbraucher sollten nicht zu lange abwarten, denn die Preisrisiken sind groß. Plötzliche Versorgungsengpässe – oder eben steil ansteigende Preise, sind wegen der unsicheren globalen Versorgunglage jederzeit möglich.

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