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Preise für Heizöl

Heizölpreise im freien Fall – Kaufsignale nicht verpassen

heizöl.
am Donnerstag, 17.11.2022 - 12:30 (Jetzt kommentieren)

Die Heizölpreise fallen weiter. In vielen Regionen kostet Heizöl die Kunden weniger als 125 Euro je 100 Liter. Im Bundesmittel ist Heizöl so günstig wie zuletzt vor fünf Monaten. Und der Abwärtstrend ist ungebrochen.

heizölpreise.

Am Donnerstagmorgen (17.11.) kostete Heizöl im Bundesmittel 133,4 Euro je 100 Liter, berichtet der Branchendienst Tecson. Das Heizölportal esyoil nennt am Mittag nur noch einen Durschnittpreis von 129,70 Euro je Liter. Damit hat sich Heizöl im Vergleich zum Donnerstag, als die Heizölpreise bereits auf 139,8 Euro gefallen waren, nochmals deutlich verbilligt.

Grund sind die weiter gefallenen Rohölpreise und der anhaltende Rückgang bei den Gasölpreisen, dem wichtigsten Vorprodukt für Heizöl und Diesel. Auch gegenüber Montag (135,8 Euro) sind die Heizölpreise weiter zurückgegangen. In vielen Regionen bzw. Bundesländern kostet Heizöl jetzt weniger als 125 Euro je 100 Liter.

Entscheidend für die weitere Preisentwicklung wird sein, wie sich die Rohölpreise und die Gasölpreise weiterentwickeln. Und da sieht es heute für die Heizölkunden weiterhin gut aus. Im vorbörslichen Handel fallen die Rohölpreise weiter. Grundsätzlich werden die Heizölpreise den Rohölpreisen folgen.

Die europäische Öl-Sorte Brent wird am Donnerstagmittag (MEZ) im laufenden Handel mit 92,40 USD je Barrel notiert und damit 0,50 USD billiger als am Mittwoch – und 4,50 USD günstiger als am Montag. Ein weiterer wichtiger Einflussfaktor sind die Gasöl-Notierungen. Am Montagmorgen kostete Gasöl (Gasoil Low Sulphur) am Terminmarkt rund 965 USD je Tonne. Das sind 15 USD weniger als am Mittwoch, und rund 80 USD weniger als vorige Woche.

Die Spezialisten von Tecson sagen: Der Abwärtstrend bei Heizöl ist weiterhin intakt, auch wenn er in der Wochenmitte kurz gestört war. Mittlerweile ist das niedrigste Preisniveau seit Ende Mai und damit ein Fünfmonatstief. Binnen Monatsfrist hat sich Heizöl um mehr als 20% verbilligt! Der Preisoptimismus ist hingegen etwas geschrumpft. Allzu große Preisnachlässe werden anscheinend nicht mehr erwartet, sagen Analysten.

Im Süden kostet Heizöl weniger als 125 Euro

Viele Verbraucher nehmen die niedrigen Preise jetzt mit. Die Heizölhändler haben gut gefüllte Auftragsbücher, sagt Tecson. Belieferungen vor Weihnachten sind in der Regel aber noch möglich. Am Binnenmarkt scheint die Konkurrenz durch die großen gewerblichen Gasverbraucher, die auf Heizöl ausweichen, geringer zu werden, sagen Analysten.

Die Temperaturen sinken jetzt deutlich und bewegen sich im Norden auf Minusgrade zu. Aktuell sind die Heizölpreise im Norden Deutschlands weiterhin höher als im Süden, zeigen die Daten aus den Regionen (siehe Grafik unten).

„Die Preisrisiken sind noch immer hoch und die erste Kältewelle steht unmittelbar bevor. Die sinkenden Heizölpreise stellen vor diesem Hintergrund eine unerwartete Kaufgelegenheit für alle Nachzügler dar, die bisher mit der Bestellung abgewartet haben“, sagt das Heizölportal esyoil.

Derzeit liegen zwischen den teuersten (Bremen) und dem billigsten Bundesland (Bayern) 19 Euro je 100 Liter Differenz. Das sind rund 10 Euro weniger als vorige Woche. Bei einem Einkauf von 3000 Litern Heizöl bedeutet das noch 540 Euro Preisunterschied.

Am billigsten ist Heizöl weiterhin in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. In Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein kostet Heizöl aktuell am meisten. Am Donnerstagmittag lagen die Heizölpreise in Bayern nach den Erhebungen des Branchendienstes esyoil.com bei knapp 125 Euro je 100 Liter und damit nochmals 2 Euro niedriger als am Montag. In Nordrhein-Westfalen müssten die Verbraucher aktuell knapp 126 Euro zahlen und damit 1 Euro weniger als am Montag.

Am teuersten war Heizöl auch diese Woche in Bremen mit knapp 143 Euro und damit ähnlich teuer wie zum Beginn der Woche. In Mecklenburg-Vorpommern werden von Verbrauchern heute 138 Euro je 100 Liter verlangt und damit 5 Euro weniger als am Montag und in Schleswig-Holstein kostet Heizöl rund 135 Euro und damit ebenfalls 5 Euro weniger als zum Beginn der Woche.

In Niedersachsen bewegten sich die durchschnittlichen Preisforderungen bei 137 Euro je 100 Liter und damit über dem Durchschnitt – jedoch 4 Euro günstiger am Montag.

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