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Preise für Heizöl

Heizölpreise stürzen kräftig ab – Talfahrt geht weiter

Ölheizung.
am Donnerstag, 03.11.2022 - 10:38 (2 Kommentare)

Die Heizölpreise fallen drastisch. Regional müssen Verbraucher weniger als 140 Euro je 100 Liter zahlen. Im Bundesmittel fallen die Heizölpreise auf den tiefsten Stand seit Juli.

Heizölpreise fallen.

Am Donnerstagmorgen (03.11.) kostete Heizöl im Bundesmittel 149,5 Euro je 100 Liter 100 Liter, berichtet der Branchendienst Tecson. Damit hat sich Heizöl im Vergleich zum Montag, als die Preise bei 156,4 Cent lagen, um 6,9 Euro je 100 Liter bzw. beinahe 5 % in wenigen Tagen verbilligt. Allein zum Mittwoch beträgt der Preisabschlag 3 Euro bzw. 2 %.

Damit ist Heizöl im Bundesmittel so billig wie zuletzt Anfang Juli. In einigen Bundesländern sind die Preise sogar deutlich unter die Marke von 140 Euro je 100 Liter gefallen (siehe unten).

„Die Angebotspreise für Heizöl rauschen talwärts. Der Grund dafür ist eine merkliche Entspannung bei der Verfügbarkeitslage sowie die Tatsache, dass auch die Gasspeicher voll sind. Somit wird viel Druck genommen und die Preise gehen endlich zurück“ erklärt der Branchendienst Tescon den Preissturz.

Seit Montag zieht die Heizöl-Bestellaktivität stark an, berichten Händler. „Bei guter Verfügbarkeit von Heizöl strebt die Situation auf dem deutschen Heizölmarkt wieder einem Normalzustand entgegen“ glaubt Tescon.

Interessant ist, dass die Heizölpreise gefallen sind, obwohl die Rohölpreise gestern (Mittwoch) nach oben gingen. Man hat fast den Eindruck, als wenn sich der Markt von der Ölpreisentwicklung abgekoppelt hat. Doch heute morgen fallen die Rohölpreise schon wieder deutlich und unterstützen den abwärts gerichteten Trend bei Heizöl.

Wer nicht knapp ist mit seinem Heizölvorrat, der kann auf weiter abrutschende Preise setzen, sagen Händler. Es bestehen durchaus weitere Abwärtsmöglichkeiten, wegen der deutlichen Entspannung bei der inländischen (deutschen) Versorgungslage – und wegen der deutlich gefallenen Gas- und Strompreise an den Spotmärkten.

Heizölpreise fallen in allen Regionen deutlich

Heizölpreise Bundesländer.

Anfang November fallen die Heizölpreise in den Regionen deutlich – teilweise bis unter die Marke von 140 Euro je 100 Liter. Die Preisunterschiede bei den Angeboten der regionalen Heizölhändler sind aber weiterhin ungewöhnlich groß.  

Derzeit liegen zwischen den teuersten (Bremen) und dem billigsten Bundesland (Saarland, Bayern) 26 Euro je 100 Liter Differenz. Bei einem Einkauf von 3000 Litern bedeutet das 780 Euro Preisunterschied.

Kurz nach dem Monatswechsel ist Heizöl weiterhin im Saarland, in Bayern und in Nordrhein-Westfalen am günstigsten. In Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen kostet Heizöl derzeit am meisten.

Am Donnerstagmorgen lagen die Heizölpreise in Bayern nach den Erhebungen des Branchendienstes esyoil.com bei knapp 138 Euro je 100 Liter und damit 8 Euro niedriger als am Montag. In Nordrhein-Westfalen mussten die Einkäufer 137 Euro zahlen und damit 10 Euro weniger als zum Wochenbeginn.

Am teuersten war Heizöl weiterhin in Bremen mit knapp 163 Euro (obwohl es im Wochenverlauf deutlich um 5 Euro nach unten ging). In Mecklenburg-Vorpommern werden heute 158 Euro je 100 Liter verlangt und damit 6 Euro weniger als zum Wochenbeginn und in Schleswig-Holstein kostet Heizöl 157 Euro und damit 9 Euro weniger als am Montag.

In Niedersachsen bewegten sich die durchschnittlichen Preisforderungen mit 156 Euro je 100 Liter zwar deutlich über dem Durschnitt – jedoch fast 10 Euro niedriger am Montag.

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