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Mineraldünger

Dünger: Nur Harnstoff etwas billiger

am Freitag, 28.12.2018 - 15:01 (Jetzt kommentieren)

Die Preise für Mineraldünger sind auch zum Ende des Jahres hoch. Etwas niedrige Kurse gab es im Dezember lediglich bei Harnstoff.

Bei den übrigen Stickstoffdüngern sowie bei Phosphor-Dünger und Kali blieben die Preisforderungen von Herstellern und Händlern überwiegend unverändert. Allerdings ist auch die Nachfrage aus der Landwirtschaft weiterhin schwach.

Etwas Bewegung kam zuletzt dennoch in den Markt. Der infolge des extremen Niedrigwassers auf den großen Flüssen verursachte Rückstau von Lieferungen dürfte sich mit den Anstieg der Pegel allmählich auflösen. Entlastung könnte in den nächsten Wochen jedoch vom Weltmarkt kommen.

Zwar fällt China als einer der TOP-Exporteure von Stickstoff weiterhin aus und Ägypten hat seine Exportsteuern erhöht. Der drastische Absturz der Rohöl- und Erdgaspreise wird die Produktionskosten bei der Herstellung von Stickstoffdüngern jedoch deutlich drücken.

Das dürfte im weiten Verlauf des Jahres auch Druck auf die Düngerpreise ausüben. Bislang ist davon jedoch noch nichts zu spüren. Die Läger von Herstellern und Händlern sind noch voll mit der teuer gekauften „alten“ Ware.

Harnstoff wieder etwas günstiger

harnstoffpreise

Die Preisforderungen für granulierten Harnstoff lagen Ende Dezember an den deutschen Importhäfen bei 299 Euro/t. Seit Anfang Dezember hat sich Harnstoff in Deutschland damit um knapp 10 Euro verbilligt. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise jedoch noch 40 Euro höher.

Am Weltmarkt sind die Notierungen für Harnstoff im Dezember um 32 USD je t auf rund 274 USD/t zurückgegangen. Zum Monatsende ging es jedoch wieder leicht nach oben. Für die kommenden drei Monate geht man an den wichtigsten Handelsplätzen bislang von einer Seitwärtsbewegung der Preise aus.

Neben dem Ausfall  Chinas als Exporteur muss der Markt nämlich auch die Sanktionen gegen den Iran verkraften. Von dort gelangten zuletzt erheblich Mengen in den globalen Handel. In welchem Umfang der kräftige Preisrutsch bei Rohöl und Erdgas die Produktionskosten und damit  die Preise drückt muss sich erst zeigen.

Wenig Veränderung bei KAS

KAS Preise

Kalkammonsalpter (KAS) kostete an den deutschen Importhäfen Ende Dezember 228 Euro/t. Das sind etwa die gleichen Preise wie im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr sind die KAS-Preise 17 Euro/t höher. Gleichzeitig sind dies die höchsten KAS-Preise seit März 2016 also seit knapp drei Jahren.

Die Preisforderungen für flüssige Ammonium-Harnstoff-Lösung (AHL) haben sich im Dezember leicht erhöht. An den deutschen Ostseehäfen wurden zuletzt 211 Euro je t gefordert. Das waren 4 Euro mehr als im November. Im Vergleich zum Vorjahr waren die AHL-Preise allerdings 61 Euro je t höher. Ähnlich hohe AHL-Preise hat es zuletzt Mitte 2015  gegeben - also vor rund drei Jahren.

Phosphordünger nach Anstieg seitwärts

DAP Preise

Ende Dezember wurde Diammonium-Phosphat (DAP) an den deutschen Import-Häfen für 452 Euro/t verladen. Damit war DAP nochmals 10 Euro teurer als vor sechs Wochen. Allerdings gingen die Kurse zuletzt wieder leicht nach unten. Im Vergleich zum vorigen Jahr waren die DAP-Preise 83 Euro je t höher. Gleichzeitig sind dies die höchsten Kurse seit Dezember 2015 – also seit drei Jahren.

Am Weltmarkt sind die DAP-Preise im Dezember leicht zurückgegangen. Die lagen Ende des Monats bei 422 USD je t und damit 8 bis 10 USD niedriger als im Vormonat. Für die Auslieferung im Januar und Februar sind die Preisforderungen an den internationalen Handelsplätzen ähnlich hoch odr leicht höher.

Kalipreise zuletzt kaum verändert

Kalipreise

Die Preisforderungen für Kornkali bewegten sich an den deutschen Ostseehäfen Ende Dezember bei 240 Euro je t. Vor vier Wochen mussten die Einkäufer ebenfalls 240 Euro zahlen. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Kalipreise derzeit 12 Euro höher.

An den kanadischen Exporthäfen (fob-Vancover) haben sich die Kalipreise (MOP) zuletzt kaum verändert. Sie liegen für nicht granulierte Standartware seit Monaten stabil bei etwa 216 USD je t. Für granulierte Ware aus Israel lagen die Preise bei 296 USD je t und damit gut 10 USD höher als im Vormonat.

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