Login

Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Betriebsmittel

Dünger: Preise stehen unter Druck

Harnstoff3.jpg
am Donnerstag, 14.02.2019 - 05:00

Die Preise für Mineraldünger haben im neuen Jahr nachgegeben. Hauptgrund waren die rückläufigen Kurse am Weltmarkt.

Aber auch die Nachfrage am Binnenmarkt fällt wegen der sich weiter verschärfenden Düngeverordnung verhalten aus. Die Weltmarktpreise sind bei fast allen Düngerarten gefallen. Dabei haben die Kurse am Weltmarkt stärker nachgegeben als am Binnenmarkt. Einzige Ausnahme ist Kali. Hier blieben die Exportpreise und die heimischen Kurse weitgehend stabil.

Im Februar setzt sich der Preisrückgang bei Stickstoff und Phosphor an den wichtigsten Handelsplätzen fort. Das dürfte auch die heimischen Preise weiter drücken. Allerdings wirkt der zuletzt wieder schwächere Euro dem Kursrückgang etwas entgegen.

Harnstoff deutlich billiger

Die Preisforderungen für granulierten Harnstoff lagen Mitte Februar an den deutschen Importhäfen bei 290 Euro/t. Seit Dezember hat sich Harnstoff in Deutschland damit um knapp 20 Euro verbilligt. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise jedoch noch 35 Euro höher.

Am Weltmarkt sind die Notierungen für Harnstoff seit Dezember um knapp 40 USD je t auf rund 239 USD/t gefallen. Seit November beträgt der Preisabschlag sogar fast ein Fünftel. Für die kommenden Monate geht man an den wichtigsten Handelsplätzen von knapp behaupteten (USA) oder weiter nachgebenden Preisen (Mittlerer Osten, Ägypten) aus.

Dabei hält in den USA vor allem der erwartete Nachfrageschub zur Frühjahrsbestellung die Kurse stabil. Sollte sich dieser jedoch nicht bestätigen, könnte der Druck auf die Kurse nochmals zunehmen.

Nur leichte Korrekturen bei KAS und AHL

Kalkammonsalpter (KAS) kostete an den deutschen Importhäfen Mitte Februar 225 Euro/t. Das waren nur 3 bsi 5 Euro weniger als im Dezember. Im Vergleich zum Vorjahr sind die KAS-Preise sogar noch 11 Euro/t höher. Allerdings dürfte der kräftige Preisrückgang bei Harnstoff auch bei den übrigen Stickstoffdüngern zu weiteren Korrekturen führen.

Die Preisforderungen für flüssige Ammonium-Harnstoff-Lösung (AHL) hatten sich Ende 2018 nochmals kräftig erhöht. Im neuen Jahr ging es aber auch hier leicht nach unten. An den deutschen Ostseehäfen wurden Mitte Februar 227 Euro je t gefordert. Das waren etwa 5 Euro weniger als im Dezember. Im Vergleich zum Vorjahr sind die AHL-Preise derzeit 66 Euro je t höher.

Phosphordünger deutlich günstiger

Mitte Februar wurde Diammonium-Phosphat (DAP) an den deutschen Import-Häfen für 435 Euro/t verladen. Damit war DAP hierzulande 17 Euro/t billiger als Ende Dezember. Im Vergleich zum vorigen Jahr waren die DAP-Preise jedoch 57 Euro je t höher.

Am Weltmarkt sind die Kurse für P-Dünger seit Dezember deutlich gefallen. Mitte Februar wurden an den nordamerikanischen Exporthäfen noch 395 USD je t verlangt. Das waren gut 25 USD weniger als im Dezember. Für die Auslieferung im März sind die Preisforderungen nochmals rund 10 USD je t niedriger.

An den chinesischen Exporthäfen lagen die Angebotspreise Mitte Februar bei 393 USD/t je t und damit immerhin 15 USD unter den Dezemberkursen.  

Kalipreise nur wenig verändert

Die Preisforderungen für Kornkali bewegten sich an den deutschen Ostseehäfen Mitte Februar bei 244 Euro je t. Ende Dezember mussten die Einkäufer 240 Euro zahlen und im Januar waren die Kurse auf 245 Euro/t gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Kalipreise derzeit 12 Euro höher.

An den kanadischen Exporthäfen (fob-Vancover) haben sich die Kalipreise (MOP) zuletzt kaum verändert. Sie liegen für nicht granulierte Standartware seit Monaten stabil bei etwa 216 USD je t. Für granulierte Ware aus Israel lagen die Preise bei 296 USD je t und waren damit ebenfalls unverändert.