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Düngermarkt

Düngerpreise: Stickstoff und P-Dünger teurer

am Montag, 10.09.2018 - 13:30

Die Preise für Harnstoff und Kalkammonsalpter sind im September gestiegen.

Mehr Geld wird auch für die P-Dünger (DAP) verlangt. Die Forderungen für Kalidünger sind gegenüber dem Vormonat jedoch etwas niedriger.

Am Weltmarkt waren Preise für Stickstoffdünger bereits im Juli und August gestiegen.Im September haben die Kurse weiter zugelegt. Erst ab Oktober ist die Preiserwartung leicht nach unten gerichtet.

Hierzulande folgen Importeure, Hersteller und Händler den nach oben gerichteten Vorgaben vom Weltmarkt.

Schwache Nachfrage aus der Landwirtschaft

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Die Nachfrage aus der Landwirtschaft bleibt im September (wie schon im August) jedoch sehr schwach. Händler berichteten, dass nur sehr wenig Ware verkauft wird.

Viele Landwirte verfügen wegen der katastrophalen Getreideernte nicht über ausreichend finanzielle Mittel für den Einkauf von Dünger. Ein beträchtlicher Teil der Erlöse muss für den zusätzlichen Einkauf von Tierfutter eingesetzt werden.

Hinzu kommt, dass die Trockenheit viele Flüsse unschiffbar gemacht hat. Wo dennoch Ware transportiert wird, werden hohe Kleinwasserzuschläge erhoben. Diese verteuern die noch transportierten Düngemittel zusätzlich.

Außerdem haben sich die Preise für Erdgas in Europa von August bis September um knapp ein Drittel (!!) erhöht. Erdgas ist jedoch der mit Abstand wichtigste Kostenfaktor bei der Herstellung von Harnstoff und Ammonium. 

Harnstoff und KAS erneut teurer

KAS Preise

Die Preisforderungen für granulierten Harnstoff lagen Anfang September an den deutschen Importhäfen bei 285 Euro/t. Seit Anfang August hat sich Harnstoff damit um etwa 27 Euro verteuert.

Kalkammonsalpter (KAS) kostete an den deutschen Importhäfen Anfang September 214 Euro/t. Das waren 5 Euro höhere Forderungen als Anfang August und 20 Euro mehr als im Juli.

Die Preisforderungen für Ammonium-Harnstoff-Lösung (AHL) lagen Anfang September bei 159 Euro und damit etwa so hoch wie vier Wochen zuvor.

P-Dünger teurer, Kali etwas günstiger

DAP Preise

Anfang September wurde Diammonium-Phosphat (DAP) an den deutschen Import-Häfen für 426 Euro/t verladen und damit 8 Euro teurer als vor vier Wochen.

Ende August hatte die DAP-Preise zweitweise bis auf 434 Euro zulegt, waren dann aber wieder  auf das derzeitige Niveau zurückgependelt. Zum Beginn dieses Jahres lagen die DAP-Preise allerdings nur bei 372 Euro. Seitdem sind die Kurse um 54 Euro/t gestiegen.

Die Spotmarkpreise für Kornkali lagen den deutschen Importhäfen Anfang September bei 234 Euro je t. Vier Wochen zuvor musste man für Kornkali jedoch noch 239 Euro zahlen und damit 6 Euro mehr. Damit sind die Kalipreise zuletzt leicht zurückgegangen.