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Betriebsmittel

Düngerpreise: Stickstoff und Phosphor kosten weniger

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Dr.Olaf Zinke, agrarheute
am
05.03.2019

Die Preise für Stickstoff und Phosphordünger haben im Februar nachgegeben. Hauptgrund waren die weiter fallenden Kurse am Weltmarkt.

Auch die Nachfrage am deutschen Binnenmarkt fällt wegen der scharfen Auflagen der neuen Düngeverordnung schwächer aus als in den Jahren zuvor.

Die Weltmarktpreise sind im Februar bei den meisten Düngerarten gefallen. Wie schon im Vormonat haben die Kurse am Weltmarkt jedoch stärker nachgegeben als am Binnenmarkt. Einzige Ausnahme bleibt weiterhin Kali. Hier blieben die Exportpreise weitgehend stabil. während die heimischen Kalikurse sogar gestiegen sind.

Im März setzt sich der Preisrückgang bei Stickstoff und Phosphor an den globalen Handelsplätzen fort. In Deutschland haben sich die Preise zum Beginn des neuen Monates kaum verändert. Der schwache Weltmarkt könnte die heimischen Kurse jedoch weiter nach unten drücken.

Allerdings wirkt der weiterhin relativ schwache Euro dem Rückgang Importpreise etwas entgegen.

Harnstoff kostet weniger

Harnstoff Deutschland

Die Preisforderungen für granulierten Harnstoff lagen Anfang März an den deutschen Importhäfen bei 284 Euro/t. Seit Januar hat sich Harnstoff in Deutschland damit um knapp 15 Euro verbilligt. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise jedoch noch immer 30 Euro höher.

Am Weltmarkt sind die Notierungen für Harnstoff von November bis Februar um knapp 55 USD je t auf rund 251 USD/t (221 Euro) gefallen. Im März ging es an den wichtigsten Handelsplätzen mit den Preisforderungen nochmals um 10 bis 15 USD/ nach unten.

Für die kommenden Monate liegen die globalen Offerten derzeit auf einem ähnlichen Niveau wie im März bzw. geringfügig darunter.

Kleinere Preise für KAS und AHL

KAS preise

Kalkammonsalpter (KAS) kostet an den deutschen Importhäfen Anfang März rund 222 Euro/t. Das sind 5 Euro weniger als im Januar. Im Vergleich zum vorigen Jahr sind die KAS-Preise derzeit 12 Euro/t höher.

Die Preise für flüssige Ammonium-Harnstoff-Lösung (AHL) hatten sich Ende 2018 zunächst sehr kräftig erhöht. Im Februar ging es aber auch hier mit den Kursen deutlich nach unten.

An den deutschen Ostseehäfen wurde Anfang März für AHL Preise von 210 Euro je t gefordert. Das waren 21 Euro weniger als im Januar. Im Vergleich zum Vorjahr sind die AHL-Preise  jedoch noch immer 49 Euro je t höher.

Phosphordünger wird immer günstiger

DAP

Anfang März wurde Diammonium-Phosphat (DAP) an den deutschen Import-Häfen für 435 Euro/t verladen. Damit war DAP hierzulande 17 Euro billiger als im Januar. Im Vergleich zum vorigen Jahr sind die DAP-Preise jedoch noch immer 46 Euro je t höher.

Am Weltmarkt sind die Kurse für P-Dünger auch im Februar kräftig gefallen. Ende Februar wurden DAP den nordamerikanischen Exporthäfen für 357 USD je t verladen. Das waren 25 USD weniger als im Januar und sogar 53 USD weniger als im Dezember. Für die Auslieferung im März sind die Preisforderungen nochmals 10 bis 15 USD je t niedriger.

An den chinesischen Exporthäfen lagen die Angebotspreise Ende Februar bei 390 USD/t je t und damit knapp 20 USD unter den Dezemberkursen.  

Kornkali in Deutschland teurer

kali

Die Preisforderungen für Kornkali bewegten sich an den deutschen Ostseehäfen Anfang März bei 253 Euro je t. Da ist  ein Preisaufschlag zum Vormonat von 8 Euro. Im Januar mussten die Einkäufer nur 245 Euro zahlen. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Kalipreise derzeit 22 Euro höher.

An den kanadischen Exporthäfen (fob-Vancover) haben sich die Kalipreise (MOP) zuletzt weiterhin nicht verändert. Sie liegen für nicht granulierte Standartware seit Monaten stabil bei etwa 216 USD je t. Für granulierte Ware aus Israel lagen die Preise bei 298 USD je t und waren damit ganz leicht gestiegen.

Die westeuropäischen Importpreise für SOP (Kalisulfat) wurden zuletzt mit umgerechnet 453 Euro je t angegeben. Das sind 3 Euro höhere Preise als im Vormonat. 

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