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Düngerpreise

Preise für Kalidünger sind gefallen

am Donnerstag, 21.06.2018 - 07:00 (Jetzt kommentieren)

In Deutschland sind die Spotmarktpreise für Kalidünger zum Ende der Düngesaison gefallen.

Eine Ursache war der durch die extreme Trockenheit erheblich reduzierte Bedarf der Landwirtschaft.

Im ersten Quartal 2018 kauften die deutschen Landwirte ein Drittel weniger Kalidünger als im vorigen Jahr. Auch im Vergleich zu den Jahren davor ist die abgerufene Menge erheblich kleiner.

Am Weltmarkt konnten die großen Hersteller noch keinen verbindlichen Kontraktpreis (Benchmarkpreis) für die neue Saison mit den beiden großen Importeuren China und Indien vereinbaren.

Beide Länder haben die höheren Preisforderungen der großen Lieferanten bislang nicht akzeptiert. Sie bieten weiterhin deutlich niedrigere Preise.

Kalipreise in Deutschland rückläufig

Kalipreise Deutschland

Die Spotmarktpreise für Kornkali lagen den deutschen Importhäfen Mitte Juni bei 229 Euro je t (197 USD). Vier Wochen zuvor wurde Kornkali für 240 Euro angeboten und damit 11 Euro teurer.

Zum Jahresbeginn lagen die Preise allerdings ebenfalls bei 230 Euro und damit etwa auf dem derzeitigen Niveau. Im Vergleich zum vorigen Jahr (223 Euro) sind die derzeitigen deutschen Kalipreise allerdings geringfügig höher.

Für Kalisulfat (SOP) wurden an den Importhäfen in Nordwest-Europa Preise von etwa 424 Euro je t (366 USD) gefordert. Das ist ein ähnliches bzw. ein geringfügig höheres Niveau als in den letzten 3 Monaten.

Im vorigen Jahr lagen die SOP-Preise zu diesem Termin bei 434 Euro/t und damit rund 10 Euro höher als jetzt.

Trend der Exportpreise nicht einheitlich

Kali Weltmarkt

Die Exportpreise der kanadischen und nordamerikanischen Hersteller (fob Vancouver) lagen nach den Erhebungen der Weltbank für Standardware im Mai durchschnittlich bei 216 USD je t (186 Euro).

Das sind ähnlich hohe Angebotspreise wie in den Monaten zuvor. Im Vergleich vorigen Jahr (209 USD) waren die Exportpreise an den nordamerikanischen Häfen jedoch etwas höher.

Der führende israelische Exporteur Israel Chemicals Limited (ICL)  forderte für die Lieferung von granuliertem Kalidünger Preise (fob) von 273 USD je t (235 Euro).

Das ist ein etwas höheres Niveau als vor vier Wochen. Zudem sind die israelischen Preise etwa 15 USD höher als zum Jahresbeginn.

Noch kein Kontraktabschluss mit China

Kali.jpg

Mitte Juni berichten Händler, dass es zwischen dem führenden weißrussischen Produzenten Belarus Potash Company (BPC) und China nicht zu neuen langfristigen Preisvereinbarungen gekommen ist.

Für den Abschluss langfristiger Lieferkontrakte forderte BPC von den chinesischen Einkäufern Kali-Preise von 292 USD je t (einschließlich Fracht). Die chinesischen Abnehmer waren jedoch lediglich bereit 242 USD je t zu zahlen.

Im vorigen Jahr wurde für die mit China ausgehandelten Lieferungen ein Orientierungspreis von 230 USD je t (einschließlich Fracht) vereinbart und damit 60 USD weniger als BPC aktuell fordert. Für Indien lag der vereinbarte Preis im vorigen Jahr bei 240 USD/t.

Analysten vermuten, dass die Chinesen den Kontraktabschluss noch bis zum Herbst hinauszögern könnten, denn die vorhandenen Lagerbestände im Reich der Mitte sind offenbar sehr hoch.

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