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Düngerpreise

Preise für Stickstoffdünger gestiegen

Mineraldünger
am Donnerstag, 05.07.2018 - 16:42 (Jetzt kommentieren)

Zum Ende der Düngesaison sind die Einkaufspreise für Harnstoff in Deutschland gestiegen.

Für Kalkammonsalpter (KAS) wurden die Preisforderungen ebenfalls angehoben. Lediglich für AHL blieben die Kurse unverändert.

Der Grund für den Anstieg der Stickstoffpreise in Deutschland sind die höheren Preisforderungen am Weltmarkt. An den wichtigsten Handelsplätzen hatte sich Harnstoff im Juni relativ deutlich verteuert. Ursache war das zuletzt merklich reduzierte Angebot. Üblicherweise fahren die Hersteller ihre Anlagen zum Ende der Düngesaison für Wartungsarbeiten herunter.

Hinzu kommt das unverändert kleine Angebot vom ehemaligen TOP-Exporteur China. Händler berichten, dass die chinesischen Ausfuhren im ersten Quartal auf ein Viertel der Vorjahresmenge geschrumpft sind.

Preistreibend wirkte zudem der Ende Juni von der staatlichen Einkaufsbehörde Indiens angekündigte Importtender.

Höhere Preisforderungen bei Harnstoff

Harnstoff Deutschland

Anfang Juli lagen die Preisforderungen für granulierten Harnstoff an den deutschen Importhäfen bei 252 Euro/t. Damit haben sich die Kurse im Monatsverlauf um etwa 8 Euro erhöht.

Ursache für die den Preisanstieg waren die höheren Preise am Weltmarkt. An den meisten Handelsplätzen zeigt die Preistendenz für  Juli und August jedoch seitwärts. Auch für die darauf folgenden Monate bis Ende des Jahres 2018 gibt es derzeit wenig Veränderungen.

Damit scheint die Gefahr eines weiteren kräftigen Preisanstiegs zunächst einmal nicht allzu groß zu sein.  

KAS teurer, AHL unverändert

KAS Deutschland

Die Preise für Kalkammonsalpter (KAS) lagen an den deutschen Importhäfen Anfang Juli bei 194 Euro/t. Das waren 5 Euro höhere Kurse als vor vier Wochen. Ende Mai lagen die Preisforderungen sogar nur bei 185 Euro. Das war das niedrigste Niveau seit August 2017.

Ursache für den Preisanstieg bei KAS waren ebenfalls die anziehenden Harnstoffpreise. Die globalen Ammoniumpreise legten ebenfalls wieder etwas zu, nachdem sich Ammonium von Januar bis April um ein Drittel verbilligt hatte.

Die Preisforderungen für Ammonium-Harnstoff-Lösung (AHL) lagen Anfang Juni bei 158 Euro und damit eben so hoch wie vor vier Wochen. Am Weltmarkt waren Preisforderungen für AHL ebenfalls unverändert. Erst ab Oktober ziehen die Kurse an den großen Handelsplätzen dann etwas an.

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