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Futtermittel

Heu und Stroh: Preise auf extrem hohen Niveau

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am
18.01.2019
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Die Preise für Heu und Stroh bewegen sich auch im neuen Jahr auf extrem hohem Niveau.

Gegenüber dem vorigen Monat war der Preisanstieg allerdings relativ gering. Dennoch übertreffen die Kurse für das überhaupt noch gehandelte Heu und Stroh alle bisherigen Rekordmarken.

Ursache für die Preisrallye ist die sehr knappe Versorgung mit Futtermitteln nach der extremen Dürre 2018. Diese dauerte beinahe die gesamte Vegetationszeit bis weit in den Herbst hinein.

Damit bleibt die Versorgung der Tierbestände mit Futter bis zum Frühjahr ausgesprochen schwierig. Der rasante Preisanstieg bei Heu, Stroh, Futtergetreide und anderen Einzelfuttermitteln ist Ausdruck der extrem knappen Versorgung auf den Betrieben.

Heu 50 Prozent teurer als im Vorjahr

heupreise jahre

Das Bundesmittel der von den Landwirtschaftskammern erfassten Heupreise lag Mitte Januar bei rund 171 Euro je t für den Großballen. Im Vergleich zum Vormonat war dies ein Preisanstieg von 2 Euro je t. Die Vorjahrespreise werden jedoch um knapp 50 Prozent übertroffen. Außerdem kostete Heu etwa 27 Prozent mehr als zur letzten Preisspitze vor knapp drei Jahren.

Regional gibt es je nach Witterungsverlauf, Futterernte und Tierbestandsdichte jedoch relativ große Unterschiede im Preisniveau. Im Januar sind die Preise nur noch in drei Bundesländern gestiegen. Ansonsten waren die Kurse für die frei gehandelte Ware auf sehr hohem Niveau stabil. Die stärksten Preisaufschläge wurden im Januar aus Bayern sowie aus Ost-Niedersachsen gemeldet.

Preisanstieg in Bayern und Niedersachen

Heupreise Länder

Am teuersten ist Heu derzeit im Südwesten sowie im Süden Deutschlands. Mitte Januar lagen die Preismeldungen aus Rheinland-Pfalz unverändert bei 235 Euro je t Heu. Die Heupreise in Bayern wurden für den Großballen mit 180 Euro je t angegeben. Das waren 10 Euro mehr als im Dezember.

Auf einem ähnlichen Niveau wie in Bayern lagen die Heupreise in Niedersachsen und Hessen. Heupreise von etwa 170 Euro meldete man im Januar aus dem Kammergebiet Nordrhein, aus Westfalen und aus Brandenburg. Damit wurden aus Brandenburg die höchsten Heupreise aller ostdeutschen Länder gemeldet. Etwas weniger, nämlich 160 Euro je t, müssen die Landwirte in Schleswig-Holstein für den Großballen Heu zahlen.

Etwa 150 Euro je t kostet das Heu die Landwirte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Am unteren Ende der Preisskala lagen die Meldungen aus Mecklenburg-Vorpommern mit etwa 120 Euro je t. Hier sind die Kurse zum Vormonat allerdings um 5 Euro gestiegen. Mit Ausnahme von Mecklenburg-Vp. ist das Preisniveau in den tierärmeren ostdeutschen Bundesländern derzeit ähnlich hoch wie im Westen und im Süden.

Stroh ist 20 Prozent teurer als im Vorjahr

Strohpreise Jahre

Große regionale Unterschiede bestehen weiterhin bei den Strohpreisen. Im Januar haben die Kurse nur noch wenig zugelegt. Höhere Preise meldete man aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Etwas weniger mussten die Abnehmer in Mecklenburg-Vorpommern zahlen. Das Bundesmittel der von den Landwirtschaftskammern erfassten Strohpreise lag Mitte Januar bei gut 106 Euro je t für Großballen. Das ist im Vergleich zum Vormonat ein Preisanstieg von 0,50 Euro je t.

Die Vorjahrespreise werden jedoch um gut 20 Prozent übertroffen. Außerdem sind die Strohpreise neun Prozent höher als zur letzten Preisspitze im Frühjahr dieses Jahres. Allerdings gibt es gibt es je nach Witterungsverlauf, Futterversorgung, Getreideernte und Tierbestandsdichte große regionale Preisunterschiede. 

Strohpreise mit großer Spanne

Strohpreise

Mit Abstand am teuersten bleibt Stroh im Norden Deutschlands. Dahinter kommen dann die Preise im dem Nordwesten. Im Januar kostete der Großballen Stroh in Schleswig-Holstein unverändert 150 Euro je t. Etwas niedriger waren die Strohpreise mit 130 bis 131 Euro je t in Niedersachsen sowie mit 128 Euro je t in Hessen.

In Rheinland-Pfalz mussten die Käufer 115 Euro zahlen und aus Brandenburg wurden Presie von 100 Euro gemeldet. Damit hat Brandenburg die höchsten Strohpreise aller ostdeutschen Länder. In Bayern mussten Landwirte für den Großballen Stroh 110 Euro je t ausgeben. Das sind die gleichen Preise wie im Vormonat.

Die Strohpreise in Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern lagen Anfang des Jahres jeweils bei 90 Euro/t. Allerdings mussten die Abnehmer in Thüringen 2 Euro mehr ausgeben als im Vormonat und in Mecklenburg 2 Euro weniger. Am billigsten war das gehandelte Stroh im Januar in Sachsen mit 80 Euro und Sachsen-Anhalt mit 87 Euro je t.

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