Login

Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Futterversorgung und Futterpreise

Heu- und Strohpreise: Heu teurer, Stroh billiger

Heuballen
am Freitag, 28.02.2020 - 08:00 (Jetzt kommentieren)

Die Heupreise steigen im Februar weiter. Allerdings relativ moderat. Vor allem in den von der Sommertrockenheit betroffenen Bundesländern ging es mit den Preisen weiter nach oben.

Heuernte

In den übrigen Regionen war die Heuernte 2019 – ebenso wie die Produktion von Silomais und sonstigem Raufutter - offenbar größer als bislang gedacht – dass zeigen jedenfalls die aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes.

Die relativ gute Raufutter-Ernte erklärt auch den weiteren Rückgang der Strohpreise. Auch hier zeigt sich, dass die Vorräte in einigen Regionen größer sind als zunächst angenommen. Deshalb gingen die Strohpreise in einigen Bundesländern deutlich nach unten.

Insgesamt zeigt die Erhebung des Statistischen Bundesamtes, dass die Tierhalter etwa ein Fünftel mehr Raufutter zur Verfügung hatten als im Dürrejahr 2018 – als die Versorgung extrem schlecht war. Bei Heu wurde für 2019 ein Erntezuwachs gegenüber dem Dürrejahr 2018 von fast einem Viertel ausgewiesen und auch im langjährigen Mittel lag die Heuernte 2019 etwas über dem Durchschnitt.

Nimmt man einmal die Preise als Indikator für die trotzdem vorhandene regionale Knappheit, dann ist die Versorgungslage mit Heu und Raufutter in Niedersachsen und in Brandenburg am schlechtesten. Im Vergleich zum vorigen Jahr sind die Preise jedoch überall deutlich niedriger – ingesamt sind Heu und Stroh im Bundesmittel fast 30 Prozent billiger.

Heu verteuert sich – aber nur in wenigen Bundesländern

Heupreise Länder

Im Bundesmittel lagen die von den Landwirtschaftskammern erfassten und gemeldeten Heupreise Mitte Februar bei 135 Euro je t für den Großballen. Im Vergleich zum Vormonat sind die Preise damit um knapp 2 Euro gestiegen. Mit Abstand am teuersten ist Heu weiterhin in Brandenburg und in Niedersachsen.

Heupreise von reichlich 160 Euro meldete man im Februar aus Brandenburg. Im Vergleich zum vorigen Monat sind fast 7 Euro mehr. Damit müssen in Brandenburg die höchsten Heupreise aller Bundesländer gezahlt werden. Aus Niedersachsen wurden für den Großballen Heu jetzt Verkaufspreise von 158 Euro gemeldet. Das ist ein Anstieg von 3 bis 5 Euro gegenüber dem Vormonat.

Die Heupreise in Hessen lagen für den Großballen bei gut 143 Euro je t und damit etwa so hoch wie im Januar. Die Preismeldungen aus Rheinland-Pfalz waren mit 135 Euro je Tonne Heu ebenfalls stabil. Unveränderte Heupreise von 130 Euro je Tonne müssen die Landwirte auch im Kammergebiet Westfalen zahlen. In Bayern musste man für den Großballen Heu weiterhin 120 Euro ausgeben und damit ebenfalls so viel wie vor vier Wochen.

Stabile Heupreise von 120 Euro/t meldete man auch aus Schleswig-Holstein. Rund 4 Euro weniger als  im Vormonat kostete das Heu mit 117 Euro je Tonne die Einkäufer in Mecklenburg-Vorpommern. Aus Sachsen meldet man im Februar Heupreise von 107 Euro. Ein Minus von einem Euro. In Thüringen blieben die Preise mit 80 Euro hingegen stabil und 80 Euro je t meldete man weiterhin auch aus Sachsen-Anhalt.

Strohpreise geben regional deutlich nach

Strohpreise Bundesländer

Die Strohpreise gingen im Februar im Bundesmittel zurück. Das Preisniveau in den einzelnen Bundesländern liegt jedoch unverändert weit auseinander. Im Durchschnitt lag der von den Landwirtschaftskammern ermittelten Strohpreise Mitte Februar bei knapp 81 Euro je Tonne für den Großballen. Das waren knapp reichlich 2 Euro weniger als im Januar. Am teuersten war Stroh weiterhin im Norden und im Nordwesten. Dahinter kommen dann die Preise aus dem Nordosten und aus Hessen.

Im Februar kostete der Großballen Stroh die Bauern in Schleswig-Holstein rund 135 Euro je Tonne. Gegenüber dem Vormonat ist das Stroh damit jedoch 3 Euro billiger. Deutlich niedriger waren die Strohpreise mit 98 Euro je Tonne in Niedersachsen. Hier sind die Preise um 2 Euro zurückgegangen. In Rheinland-Pfalz und in Hessen kostete Stroh im Schnitt 95 Euro. Das sind die gleichen Preise wie vor vier Wochen.

Die Strohpreise in Mecklenburg-Vorpommern sehr kräftig gefallen. Sie lagen im Februar nur noch bei 88 Euro je Tonne. Das ist ein Preisabschlag von 14 Euro. Aus Brandenburg wurden im Februar 75 Euro gemeldet. Das ist ein Preisrutsch von 15 Euro. In Bayern mussten die Landwirte für den Großballen 85 Euro je Tonne zahlen. Das ist eben so viel wie im Vormonat.

In Westfalen kostet das Stroh die Bauern unverändert 70 Euro je Tonne. In Thüringen mussten die Einkäufer nur 48 Euro je Tonne zahlen. Die Abnehmer in Sachsen-Anhalt mussten nach den offiziellen Meldungen ebenfalls nur 48 Euro je Tonne ausgeben. Ähnlich niedrig waren die Strohpreise mit 48 Euro je Tonne in Sachsen.

Kommentare

agrarheute.comKommentare werden geladen. Bitte kurz warten...