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Futterversorgung und Futterpreise

Heupreise fallen weiter – Einkauf so billig wie vor 4 Jahren

Heuballen.
am Donnerstag, 21.10.2021 - 14:00 (Jetzt kommentieren)

Die Preise für Heu geben im Oktober erneut nach. Bei Stroh war die Entwicklung regional sehr unterschiedlich.

heupreise.

Während die Heupreise auch im August weiter fallen, scheinen sich die Strohpreise allmählich zu stabilisieren. Allerdings: Der anhaltende Rückgang der Heupreise konzentriert sich ganz besonders auf den Nordwesten Deutschlandlands. In den übrigen Regionen sind die Abschläge deutlich moderater – oder die Preise bleiben stabil.

Insgesamt gab es bei Heu fünf Bundesländer aus denen im Oktober niedrigere Preise gemeldet wurden. Dabei bestätigten die nachgebenden Heupreise – trotz der wiederholten Regenfällen ein ziemlich gute Heu- und Futtergerste. Im Bundesmittel ging es für die Heupreise im Oktober um weitere 2 Euro auf 115 Euro je Tonne nach unten.

So günstig konnten die Einkäufer den Großballen Heu zuletzt vor knapp vier Jahren im Sommer 2018 einkaufen. Seit Mai sind die Heupreise damit den fünften Monat in Folge gefallen – um insgesamt etwa 24 Euro bzw. 17 Prozent. Besonders gut muss die Heuernte in Niedersachsen gewesen sein – dort ging es in den beiden Kammergebieten auch im Oktober noch einmal deutlich, nämlich um jeweils 10 Euro je Tonne nach unten. Gefallen sind die Preise auch in Rheinland-Pfalz und leichte Korrekturen gab es in Bayern – während das Heu sonst zumeist zu unveränderten Konditionen abgeben wurde.

Anders als Heu ist Stroh im Oktober nicht mehr billiger geworden. Hier waren die Preise im Bundesmittel weitergehend unverändert. Nach Bundesländern war die Lage jedoch deutlich differenzierter: Während die Preise im Nordwesten noch einmal deutlich gesenkt wurden, hat sich der Großballen Stroh in drei Ländern wieder verteuert – um bis zu 9 Euro. Insgesamt liegen die Strohpreise damit jedoch weiterhin auf dem niedrigsten Stand seit einem Jahr.

Heupreise fallen im Oktober weiter – aber langsamer

heupreise.

Im Bundesmittel sind die Heupreise im Oktober um reichlich 2 Euro auf knapp 115 Euro je Tonne für den Großballen gefallen. Im Vergleich zum vorigen Jahr kostet der Großballen damit 23 Euro je Tonne oder 17 Prozent weniger. Dabei ging es mit den Preisen vor allem im Nordwesten nach unten. In den Kammergebieten Niedersachsen West und  Niedersachsen Ost  fielen die Heupreise um jeweils 10 Euro je Tonne.

Preisrückgänge von 5 Euro meldete man auch aus Rheinland-Pfalz und in Bayern lag der Abschlag bei einem Euro. Um 2 Euro nach oben gingen die Preise indessen in Hessen. In den übrigen Ländern veränderten sich die Heupreise im Oktober kaum.

Und nun die übliche Frage: Wieviel mussten die Bauern und Pferdehalter in den Bundesländern im Oktober für den Großballen Heu bezahlen? Nach den Daten der Landwirtschaftskammern ergibt sich folgendes Ranking: Die höchsten Heupreise meldete man im Oktober  aus drei Ländern: Aus dem von der Flutkatastrophe betroffenen Rheinland-Pfalz mit 130 Euro je Tonne. Ähnlich viel müssen die Einkäufer in Schleswig-Holstein und Hessen mit ebenfalls 130 Euro zahlen.

Dahinter folgen im Preisranking die Kammergebiete Niedersachsen Ost und Westfalen mit jeweils 115 Euro für den Großballen. Im Kammergebiet Nordrhein mussten die Einkäufer (wie im Vormonat) ebenfalls 115 Euro je Tonne ausgeben.

In Brandenburg kostet Heu im September im Schnitt 110 Euro. Noch etwas niedrigere Preise meldet man aus Bayern: Hier müssen für den Großballen 105 Euro gezahlt werden – 1 Euro weniger als im September. Der Preis in Mecklenburg-Vorpommern lag unverändert bei 103 Euro je Tonne.

In Sachsen lag der Heupreis ebenfalls bei 103 Euro je Tonne. Mit Abstand die niedrigsten Heupreise meldet man aus Sachsen-Anhalt und Thüringen – mit jeweils 80 Euro je Tonne.

Strohpreise behaupten sich

strohpreise.

Die Preise für Stroh haben sich im Bundesmittel im Oktober behauptet. In den Bundesländern war die Preisentwicklung jedoch sehr unterschiedlich. Im Oktober mussten die Einkäufer im Bundesmittel 89 Euro je Tonne und Großballen zahlen. Das sind die gleichen Preise wie im Vormonat.  Deutlich nach unten ging es mit den Strohpreisen im Oktober in Niedersachsen-West und Ost: nämlich um 15 und um 5 Euro je Tonne.

Dagegen ginge es in anderen Bundesländern nach oben: Höhere Strohpreise meldeten Hessen, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern. Vergleicht man die Länder untereinander – dann ergeben sich wie bei Heu weiterhin erhebliche Preisunterschiede: Die mit Abstand höchsten Strohpreise wurden auch im Oktober aus Schleswig-Holstein gemeldet – nämlich 130 Euro je Tonne.

Dahinter rangieren im Preisranking Rheinland-Pfalz und Hessen mit jeweils 95 Euro. Rund 7 Euro teurer als im Vormonat war das Stroh in Bayern: nämlich 91 Euro je Tonne und  in Thüringen wurden 90 Euro verlangt. In Bandenburg lagen die Strohpreise im Schnitt bei 87 Euro je Tonne und damit etwa so hoch wie in Mecklenburg-Vorpommern mit 88 Euro.

Aus Niedersachsen-Ost wurden nur noch 80 Euro je Tonne gemeldet. In Niedersachsen West müssen Einkäufer 78 Euro zahlen – 15 Euro weniger als im Vormonat. In Westfalen musste man im Oktober im Mittel 75 Euro je Tonne ausgeben, ebenso viel wie im Rheinland. 

Am billigsten ist das Stroh weiterhin in Sachsen und Sachsen-Anhalt. Dort kostet der Großballen nur 60 Euro je Tonne.

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