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Futterversorgung

Heupreise: Heu wird immer teurer

heuballen
am Montag, 21.10.2019 - 15:06 (Jetzt kommentieren)

Heu hat sich im Oktober weiter verteuert. Für Stroh mussten die Landwirte ähnlich viel Geld ausgeben wie im Vormonat.

Heupreise Deutschland

Von Entspannung am Raufuttermarkt also keine Spur. Denn  auch die Silomaisernte fiel vor allem im Nordwesten und im Osten schlecht aus. Das Statistische Bundesamt schätzt die deutsche Silomaisernte gerade einmal auf 85,4 Mio. Tonnen. Das sind 15 Prozent weniger als in normalen Jahren geerntet werden.

Die Berichte aus den Bundesländern zeigen außerdem: Die Versorgung mit Raufutter ist in einigen Regionen erneut sehr angespannt. Eine Ursache ist das viele Tierhalter bereits im Dürrejahr 2018 ihre Vorräte angreifen mussten. Die zweite schlechte Gras-, Heu- und Silomaisernte hintereinander bringt viele Tierhalter an ihre Grenzen.

An ein Auffüllen der kräftig geschrumpften Futtervorräte ist erst recht nicht zu denken. Etwas Entlastung hat in einigen Bundeländern die Freigabe von ökologischen Vorrangflächen für die Futterernte gebracht.

Die Heupreise steigen weiter

heupreise Länder

Das Bundesmittel der von den Landwirtschaftskammern erfassten und gemeldeten Heupreise lag Mitte Oktober bei 132 Euro je t für den Großballen. Im Vergleich zum Vormonat sind die Preise damit um 3 Euro gestiegen. Am teuersten ist Heu weiterhin in Niedersachsen und Brandenburg. Aus Niedersachsen wurden für den Großballen Heu 148 bis 150 Euro gemeldet.

Heupreise von 142 Euro meldete man im Oktober aus Brandenburg.Im Vergleich zum vorigen Monat sind dies unveränderte Preise. Allerdings hat Brandenburg die mit Abstand höchsten Heupreise aller ostdeutschen Länder. Die Heupreise in Hessen lagen für den Großballen bei 143 Euro je t und damit 11 Euro höher als im Vormonat.

Die Preismeldungen aus Rheinland-Pfalz waren mit 135 Euro je t Heu ebenfalls stabil. Rund 130 Euro je Tonne müssen die Landwirte weiterhin im Kammergebiet Westfalen zahlen. Unverändert geblieben sind mit 120 Euro/t die Heupreise in Schleswig-Holstein. In Bayern liegen die Forderungen für den Großballen Heu ebenfalls bei 120 Euro und damit 5 Euro höher als vor vier Wochen.

Aus Sachsen meldet man unveränderte Preise von 115 Euro. Unverändert 114 Euro kostete das Heu die Einkäufer in Mecklenburg-Vorpommern. In Thüringen blieben die Preise mit 85 Euro stabil. Unveränderte Preismeldungen gab es mit 85 Euro je t auch aus Sachsen-Anhalt.

Strohpreise ändern sich nur wenig

Strohpreise Länder

Die Strohpreise blieben im Oktober unverändert. Das regionale Preisniveau liegt bei Stroh weiterhin sehr weit auseinander. Im Durchschnitt lag der von den Landwirtschaftskammern ermittelten Strohpreise Mitte Oktober bei 84 Euro je Tonne für den Großballen.

Am teuersten war Stroh im Norden und Nordwesten Deutschlands. Dahinter kommen dann die Preise aus dem Nordosten und aus Hessen. Im Oktober kostete der Großballen Stroh in Schleswig-Holstein 138 Euro je Tonne. Im Vergleich zum Vormonat sind dies unveränderte Preise. Etwas niedriger waren die Strohpreise mit 107 bis 108 Euro je Tonne in Niedersachsen.

In Rheinland-Pfalz und in Hessen kostete Stroh 95 Euro und aus Brandenburg wurden 85 Euro gemeldet. Die Strohpreise in Mecklenburg-Vorpommern lagen bei 98 Euro je Tonne. Damit hat Mecklenburg jedoch weiter die höchsten Strohpreise aller ostdeutschen Länder. In Bayern mussten die Landwirte für den Großballen Stroh noch 80 Euro je Tonne zahlen. Das ist ein Minus von 5 Euro.

In Westfalen kostet das Stroh unverändert 70 Euro. In Thüringen mussten die Käufer für den Großballen Stroh nur 50 Euro je Tonne zahlen. Die Abnehmer in Sachsen-Anhalt mussten nach den offiziellen Meldungen ebenfalls nur 50 Euro je Tonne ausgeben. Ähnlich niedrig waren die Strohpreise mit 50 Euro je Tonne in Sachsen.

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