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Futterversorgung und Futterpreise

Heupreise steigen auf 4-Jahreshoch – Strohpreise klettern mit

strohballen.
am Samstag, 26.11.2022 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Die Heupreise steigen im November weiter an. Im Bundesmittel muss ein Einkäufer so viel Geld ausgeben, wie zuletzt im Sommer 2019 – also vor knapp 4 Jahren. Auf einem ähnlichen hohen Niveau bewegen sich die Strohpreise.

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Im Bundesmittel kostet der Großballen Heu im November 140,50 Euro je Tonne. Das sind 3 Euro mehr als im Oktober. Im November sind die Preise in drei Bundesländern gestiegen. In Thüringen sind die Heupreise (laut Meldung) hingegen deutlich – zweistellig - zurückgegangen. Möglicherweise ein Meldefehler.

Im Vergleich zum vorigen Jahr kostet der Großballen Heu im Mittel jetzt 26 Euro je Tonne bzw. 23 Prozent mehr. Und nun die wichtigste Frage: Wieviel mussten die Bauern und Pferdehalter in den Bundesländern im November für den Großballen Heu zahlen? Nach den von den Landwirtschaftskammern ermittelten Daten, ergibt sich folgendes Ranking: Besonders hohe Heupreise meldete man im November aus fünf Ländern.

Am teuersten war das Heu im Kammergebiet Niedersachsen Ost mit 185 Euro je Tonne. Das waren allerdings ähnlich hohe Preise wie im Vormonat. Im Kammergebiet Niedersachsen West mussten die Heukäufer mit 158 Euro je Tonne ebenfalls so viel zahlen wie im Vormonat.

Auf Platz drei der teuersten Länder rangiert Rheinland-Pfalz, mit Heupreisen von 155 Euro je Tonne und einem Preisaufschlag von 3 Euro je Tonne zum Vormonat. Ebenfalls um 3 Euro verteuert hat sich das Heu in Schleswig-Holstein. Hier müssen die Einkäufer laut Kammermeldungen 153 Euro je Tonne für den Großballen auf den Tisch blättern.

Dahinter kommt im Preisranking das Land Brandburg mit Heupreisen von 146 Euro für den Großballen. Das sind unveränderte Preise zum Vormonat. Aus Westfalen und aus dem Kammergebiet Nordrhein gab es im November keine Pressemeldung.

In Hessen kostete das Heu im November 133 Euro. Das sind unveränderte Preise. Etwas niedrigere Preise meldet man aus Bayern: Hier müssen Bauern und Pferdehalter für den Großballen 116 Euro zahlen – 2 Euro weniger als im Oktober.

Unverändert geblieben sind die Heupreise in Mecklenburg-Vorpommern – mit 101 Euro je Tonne. Die niedrigsten Preise werden aus Mitteldeutschland gemeldet. Der aus Thüringen gemeldete Preise lag bei 80 Euro je Tonne. Und auch in Sachsen-Anhalt müssen nach den offiziellen Preismeldungen nur 80 Euro gezahlt werden.

Strohpreise unverändert hoch

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Die Preise für Stroh haben sich im Bundesmittel im November nicht verändert. Dennoch hat sich Stroh im November in zwei Bundesländern leicht verteuert und zwei Bundesländern sind die Preise niedriger als Vormonat.

Im Schnitt mussten die Einkäufer im November 103 Euro je Tonne und Großballen zahlen. Das sind die gleichen Preise wie im Vormonat. Im Vergleich zum vorigen Jahr kostet der Großballen Stroh im Mittel 5 Euro je Tonne bzw. 5 Prozent mehr. Gleichzeitig sind das die höchsten Strohpreise seit Juni 2019.

Am meisten Geld müssen die Einkäufer aktuell in Schleswig-Holstein ausgeben: nämlich 150 Euro je Tonne. Das sind jedoch die gleichen Preise wie im Oktober. Um 1 Euro gestiegen sind die Strohpreise im November in Bayern. Hier müssen die Einkäufer jetzt 108 Euro auf den Tisch blättern und damit etwas mehr als in Niedersachsen-Ost. Dort blieben die Strohpreise unverändert bei 100 Euro je Tonne.

Dahinter rangieren im Preisranking diesen Monat Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Hessen, mit jeweils 93 Euro.

Im Kammergebiet Niedersachsen West liegen die Strohpreise im November ebenfalls unverändert bei 90 Euro. Aus dem Kammergebiet Nordrhein und aus Westfalen kamen wie bei Heu im November keine Meldungen.

Mit Abstand am billigsten ist das Stroh weiterhin in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Dort kostet der Großballen auch im November nur 65 Euro je Tonne.

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