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Futterversorgung und Futterpreise

Heupreise und Strohpreise stürzen weiter abwärts

Heuernte.
am Freitag, 17.09.2021 - 13:32 (Jetzt kommentieren)

Die Preise für Heu und Stroh geben auch im September deutlich nach.

Heupreise.

Die weiter fallenden Heupreise bestätigen eine sehr gute Futterernte – trotz schwieriger Erntebedingungen aufgrund immer wieder auftretenden Regenfällen. Im September haben die Heupreise nochmals deutlich nachgegen und sind um weitere 5 Euro auf 117 Euro je Tonne gefallen. So günstig konnten die Einkäufer den Großballen zuletzt vor drei Jahren einkaufen.

Seit Mai sind die Heupreise damit den vierten Monat in Folge gefallen – um insgesamt etwa 20 Euro oder 15 Prozent. Besonders gut muss die Heuernte in Niedersachsen sein – dort ging es in den beiden Kammergebieten im September um 40 und um 25 Euro je Tonne nach unten. Ein echter Preissturz. Gefallen sind die Preise auch in Mecklenburg Vorpommern und in Bayern – während das Heu sonst eher zu unveränderten Konditionen abgeben wurde.

Noch nicht preiswirksam dürfte der letzte Schnitt im September gewesen sein – der in vielen Regionen noch einmal sehr gut ausgefallen ist und möglichweise im Oktober zu weiteren Preisrückgängen führt.

Auch Stroh ist im September billiger geworden – allerdings war der Preisrutsch hier etwas moderater, auch wenn es im Bundesland mit dem höchsten Preisen – in Schleswig-Holstein – besonders kräftig nach unten ging. Nämlich um 15 Euro je Tonne für den Großballen, was zumindest auf eine mengenmäßig gute Getreideernte hindeutet. Insgesamt sind die Strohpreise auf dem niedrigsten Stand seit einem Jahr angelangt.

Heupreise fallen auch im September weiter

heupreis.

Im Bundesmittel sind die Heupreise im September um weitere 5 Euro, auf 117 Euro je Tonne für den Großballen gefallen. Im Vergleich zum vorigen Jahr kostet der Großballen 19 Euro weniger. Dabei ging es mit den Preisen diesmal in zwei Bundesländern zweistellig nach unten. Ganz besonders fielen die Heupreise in den Kammergebieten Niedersachsen West und  Niedersachsen Ost um 40 und 25 Euro je Tonne. Kräftige Preisrückgänge meldete man auch in Mecklenburg-Vorpommern und Bayern. In den übrigen Ländern veränderten sich die Heupreise im September nur wenig.

Und nun die anschließende Frage: Wieviel mussten die Bauern und Pferdehalter in den Bundesländern im September für den Großballen Heu bezahlen? Nach den Daten der Landwirtschaftskammern ergibt sich folgendes Ranking: Die höchsten Heupreise meldete man im September – trotz aus dem von der Flutkatastrophe betroffenen Rheinland-Pfalz mit 135 Euro je Tonne. Etwas weniger müssen die Einkäufer Schleswig-Holstein mit 130 Euro zahlen.

Dahinter folgt im Preisranking dann das Kammergebiet Niedersachsen Ost mit 125 Euro. Erstmals seit Monaten kam jetzt auch eine Preisemeldung aus Hesse: nämlich 128 Euro je Tonne. In den Kammergebieten Nordrhein und Westfalen mussten die Einkäufer (wie im Vormonat) jeweils 115 Euro je Tonne ausgeben. In Brandenburg kostet Heu im September im Schnitt 110 Euro.

Noch etwas niedrigere Preise meldet man aus Bayern: Hier müssen für den Großballen 106 Euro gezahlt werden – 4 Euro weniger als im August. Der Preis in Mecklenburg-Vorpommern lag bei 103 Euro je Tonne – ein Minus von 7 Euro. In Sachsen lag der Heupreis ebenfalls bei 103 Euro je Tonne.

Weiterhin am günstigsten ist das Heu in Sachsen-Anhalt und Thüringen – mit jeweils 80 Euro je Tonne.

Strohpreise fallen unter 90 Euro je Tonne

Strohpreise.

Die Preise für Stroh sind im September weiter zurückgegangen. Die Ergebnisse der regional unterschiedlichen Getreideernte (und damit die Strohernte) machen sich weiterhin bemerkbar. Im September mussten die Einkäufer im Bundesmittel nur noch 89 Euro je Tonne und Großballen zahlen. Das sind 2 Euro weniger als im Vormonat.

Gefallen sind die Strohpreise im September besonders kräftig in Schleswig-Holstein – nämlich um 15 Euro je Tonne. Weitere Korrekturen gab es in Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen-Ost und in Bayern.

Vergleicht man die Länder untereinander – dann ergeben sich wie bei Heu weiterhin erhebliche Preisunterschiede: Die mit Abstand höchsten Strohpreise wurden auch im September – trotz des Preisrückgangs - aus Schleswig-Holstein gemeldet – nämlich 135 Euro je Tonne. Dahinter rangiert im Preisranking Rheinland-Pfalz mit 95 Euro.

Aus Niedersachsen-West wurden sogar 3 Euro höhere Preise von 93 Euro je Tonne gemeldet. In Niedersachsen Ost müssen Einkäufer lediglich 85 Euro zahlen – 5 Euro weniger als im Vormonat.

Billiger bekommet man das Stroh in Bayern: nämlich für 84 Euro je Tonne. Ein Abschlag von 2 Euro. In Westfalen sind die Preise um 8 Euro auf 75 Euro je Tonne gestiegen. In den ostdeutschen Ländern ist die Spannweite der Strohpreise groß und reicht von 87 Euro je Tonne Brandenburg, bis zu (unverändert) 60 Euro je Tonne in Sachsen und Sachsen-Anhalt.

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