Knappe Rohstoffe treiben Mischfutterpreise

Knappe Rohstoffe treiben Mischfutterpreise
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI), Donnerstag, 20.05.2021 - 19:36

(AMI) – Nach einer kleinen Verschnaufpause im Vormonat, ausgelöst durch preisschwaches Sojaschrot, setzten die Mischfutterpreise im Mai ihren Aufwärtstrend fort, angetrieben von den stark steigenden Rohstoffnotierungen.

Die Rechnung ist ganz einfach! Im Monatsvergleich legen die Großhandelspreise für Rapsschrot um 15 % zu, für GVO-freies Sojaschrot um 18 %, für Mais, Futterweizen und Gerste um 10-13 %. Da ist die Richtung der Mischfutterpreise vorgezeichnet. Landwirte müssen in nahezu allen Regionen für fast alle Futtermischungen deutlich mehr bezahlen als noch im Vormonat. Im Schnitt verteuerten sich die Mischfutter um knapp 3 %, wobei Schweinemastergänzungsfutter preisstabil blieb, Ferkelaufzuchtfutter um knapp 4 % zulegte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegen die Mischfutterpreise im Mai 2021 rund 12-21 % höher.

Details über den Preisverlauf und die Mengentwicklung auf dem Mischfutter- und Komponentenmarkt finden Sie im Markt aktuell Getreide. Neben einer Bewertung der aktuellen Situation erhalten Sie einen Ausblick auf die weitere Markentwicklung.

Landwirte ordern von der Hand in den Mund

Der kräftige Preisanstieg hat das Kaufinteresse der Landwirte noch weiter zurückgedrängt. Jetzt wird sich für die nächsten sechs Wochen über Wasser gehalten und danach mit deutlich niedrigeren Mischfutterpreisen neu gestartet – so die Hoffnung der Viehalter. Sie spekulieren auf preisermäßigende Wirkung des neuerntigen Getreides. Daher wird momentan nur der dringende Bedarf im Tagegeschäft gedeckt.

Marktexperten

Frau Wienke von Schenck - AMI Expertin für Getreide und Ölsaaten

Wienke von Schenck

Marktanalystin Getreide und Ölsaaten


Tel.: (0228) 33805-351
Kontakt: AMI Expertenseite

Autorin von Fachbeiträgen und Analysen zum Getreide-, Futtermittel- und Ölsaatenmarkt, Referentin auf Veranstaltungen des Agribusiness, Mitarbeit in Fachgremien