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Salmonellen im Futter: ADM lässt Schadensübernahme weiter offen

von am
05.01.2018

Die aktuelle Stellungnahme von ADM zu Salmonellen belasteten Sojaschrotlieferungen gibt wenig Klarheit, ob der Konzern für den Schaden aufkommen wird.

ADM-Truck von Seite
Bisher bleibt ADM Straubing eine klare Antwort schuldig, ob der Konzern für den kompletten Schaden aufkommt, den er mit den Salmonellen belasteten Sojaschrotlieferungen Ende 2017 verursacht hat. © ADM

Auf unsere gestrige Meldung zu Sojaschrotlieferungen von Ende 2017, die mit Salmonellen belastet waren, hat inzwischen ADM Spyck, Straubing, reagiert.

Viele betroffene Bauern werden jedoch von der Stellungnahme enttäuscht sein. Denn die ADM Spyck GmbH, Straubing, hat darin aus unserer Sicht offen gelassen, ob sie für die weiteren Schäden der Landwirte aufkommt. Nur die Rücknahme und der Ersatz des belasteten Futters sind zugesichert.

Laut Behördenangaben erhielten über 1.500 Betriebe in Bayern das kontaminierte Sojaschrot. Auch sechs weitere Bundesländer und vier EU-Mitgliedstaaten sowie die Schweiz sollen betroffen sein, meldet der Bayerische Bauernverband.

Von weiterer Schadensübernahme keine Spur

Hier der Originaltext der ADM-Stellungnahme gegenüber der agrarheute-Redaktion:

„Wir nehmen die Verantwortung für die Qualität und Sicherheit unserer Produkte sehr ernst. Einige wenige Proben aus hunderten von Sojaschrotlieferungen wurden positiv auf Spuren von Salmonellen getestet. Aus einem hohen Maß an Sorgfaltspflicht und in Abstimmung mit der bayerischen Futtermittelüberwachungsbehörde rufen wir die gesamte Produktionscharge zurück. Die Produktion wurde zur Reinigung und Desinfektion der Anlage in Straubing unterbrochen. Futtermittel, die nach dem 23. Dezember 2017 produziert wurden, erfüllen alle Qualitäts- und Sicherheitsstandards.

In enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden nehmen wir betroffene Partien zurück und stehen mit dem Bayerischen Bauernverband in Kontakt, damit die Landwirte zeitnah und aktuell Informationen zu Ressourcen, Rückruf und Ersatzlieferungen erhalten.“

Der Bayerische Bauernverband rät indes Landwirten, ihren Schaden genau zu dokumentieren und sich anwaltlich vertreten zu lassen.

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