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Eiweißfuttermittel

So will Brüssel die Eiweißversorgung verbessern

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Josef Koch, agrarheute
am
27.11.2018

Die EU-Kommission hat einen Proteinplan erstellt. Darin empfiehlt sie, wie Anbau und Verwendung von Leguminosen und Raps unterstützt werden können.

Blühende Leguminosen

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (Ufop ) begrüßt den EU-Bericht zum EU-Proteinplan. Sie mahnt aber gleichzeitig konkrete Umsetzungsmaßnahmen sowie die angemessene Ausstattung der Strategie mit Fördermitteln an.

Die EU-Kommission hatte anlässlich der Konferenz zur Entwicklung von pflanzlichem Protein in der Europäischen Union am 22. und 23. November 2018 in Wien ihren Bericht zum „EU-Proteinplan 2018“ an den Europäischen Rat und das EU-Parlament vorgestellt.

Das empfiehlt die EU

Der „EU-Proteinplan 2018“ gibt fünf Empfehlungen, wie die Erzeugung und Verwendung von in der EU erzeugtem pflanzlichem Protein, insbesondere aus Leguminosen unterstützt werden können:

  1. Nutzung der Instrumente der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), um Landwirte im Anbau zu unterstützen.
  2. Wettbewerbsfähigkeit durch weitere Forschungs- und Entwicklungsvorhaben verbessern.
  3. Marktanalyse und -transparenz durch neue Instrumente verbessern.
  4. Vorteile für Ernährung, Gesundheit, Klima und Umwelt bewerben.
  5. Wissenstransfer in die Praxis und die Wertschöpfungsketten verbessern.

Biokraftstoffe aus Raps sind wichtig für Eiweißversorgung

Aus Sicht der Ufop zeigen die Empfehlungen für Körnerleguminosen und heimisch angebautes Soja in die richtige Richtung. Jedoch dürfe sich das Engagement der EU-Kommission mit der Veröffentlichung des Berichtes nicht erschöpfen, sondern müsse in konkrete Maßnahmen und einer entsprechenden Ausstattung an Fördermitteln münden, fordert der Verband.

Insbesondere begrüßt die Ufop, dass im Bericht der Kommission die Rolle von Rapsfuttermitteln als derzeit wichtigste heimische Eiweißquelle hervorgehoben werde. Die herausragende Bedeutung von Rapsfuttermitteln als Koppelprodukt der Ölgewinnung für die EU-Eiweißversorgung müsse sich auch in der anstehenden Umsetzung der RED II-Beschlüsse zu den Biokraftstoffen aus Raps widerspiegeln, verlangt die Ufop. Demnach müsse Brüssel diesen Absatzmarkt für eine auch künftig mengenrelevante Erzeugung an Rapsextraktionsschrot in der Europäischen Union sicherstellen.

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