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Sojaschrot: Starker Dollar vermiest die Preise

am Freitag, 14.02.2020 - 20:50

Mit der fortschreitenden Sojaernte in Brasilien sollte das Schrot wieder günstiger werden. Doch der Dollar muss mitspielen.

Steigende Kurse an der Börse Chicago und ein stärkerer Dollarkurs in den letzten Tagen lassen Sojaschrot Mitte Februar wieder mehr kosten. So hat der Dollar fast den höchsten Stand seit Jahren erreicht beziehungsweise der Euro seinen niedrigsten. Steigender Dollarkurs verteuert aber das Schrot bei uns.

Allerdings enttäuschten zuletzt die Exportzahlen der USA. Vor allem die Käufe aus China entsprechen nicht dem, was Analysten nach der Einigung im Handelsstreit mit den USA vereinbart war. Diese Nachrichten sollten Sojaschrot zumindest etwas günstiger werden lassen. Auch die guten Ernteaussichten für Sojabohnen in Brasilien sollte Argumente für schwächere Preise liefern.

Wegen der höheren Preisen hat sich die Nachfrage nach Sojaschrot weiter abgeschwächt. Sie war ohnehin nicht so groß.

Tipp: Wir erwarten nun eher leichte Preisrückgänge, wenn die Währung mitspielt. Sie sollten mit Kontraktabschlüssen noch abwarten.

Prompte Termine ssidn nohmals teurer

Mitte Februar waren im Großhandel franko Hamburg die Lieferungen für Februar und März mit 311 Euro/t vier Euro teurer als Ende Januar. Lieferungen bis April 2020 sind mit 307 Euro/t sogar fünf Euro höher bewertet. Der Maitermin ist mit 301 Euro/t deutlich günstiger. Für Lieferungen im Sommer 2020 sind inzwischen 298 Euro je Tonne anzulegen, das sind zwei Euro mehr als vor 14 Tagen.

Am Oberrhein lagen die Kurse zum gleichen Zeitpunkt für Liefertermine für Februar mit 318 Euro/t vier Euro höher als vor 14 Tagen. Termine bis April 2020 sind mit 316 Euro/t ebenfalls um vier Euro angezogen. Termine bis Juli 2020 kosten mit 308 Euro/t indes nur zwei Euro mehr als Ende Januar. Termine im kommenden Sommer 2020 (August bis Oktober) werden derzeit mit 308 Euro/t auf gleicher Höhe gehandelt.

GVO-freies Sojaschrot: Preisanhebungen auf allen Terminen

Gentechnikunverändertes Sojaschrot hat sich in den vergangenen Wochen verteuert. Für Ware von der Ölmühle Straubing und aus Italien ist mehr Geld anzulegen. Herkünfte aus Ungarn haben sich aber etwas vergünstigt, berichten Marktbeteiligte.

Im norddeutschen Raum werden Mitte Februar für GVO-freies Sojaschrot (Donau-Soja) für Lieferungen im laufenden Monat 438 Euro/t berechnet, rund vier Euro mehr als Ende Januar. Spätere Termine bis April sind bei 438 Euro/t noch 3 Euro teurer. Mit 436 Euro/t sind für Lieferungen bis Juli 2020 sogar ein weniger als Ende Januar zu bezahlen.

Nicht-zertifizierte Überseeware kostet indes für Lieferungen bis April 2020 um die 387 Euro/t. Das sind acht Euro mehr als vor zwei Wochen. Ware bis Juli ist für 377 Euro/t zu bekommen, was einem Anstieg um fünf Euro ausmacht. Lieferungen über den Sommer hinweg sind mit 377 Euro/t ebenfalls fünf Euro teurer.   

Im süddeutschen Raum sind für prompte Lieferungen (Donau-Soja) nur noch 413 Euro/t im Großhandel fällig. Das sind sechs Euro mehr als vor zwei Wochen. Lieferungen bis April haben sich ebenfalls um sechs Euro auf 414 Euro/t verteuert. Termine bis Juli sind mit 415 Euro/t veranschlagt, plus sechs Euro. Für Sommertermine bis Oktober sind 416 Euro/t zu kalkulieren. Das sind fünf Euro mehr.