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Futterversorgung und Futterpreise

Strohpreise steigen auf 18-Monatshoch – Heupreise etwas billiger

Traktor stapelt Strohballen
am Freitag, 20.11.2020 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Die Preise für Stroh sind im November kräftig gestiegen - auf den höchsten Stand seit 18 Monaten.

Anstieg der Heupreise in deutschen Bundesländern im November 2020

Gestiegene Strohpreise im November - für Heu müssen die Landwirte hingegen etwas weniger Geld bezahlen als vor vier Wochen. Offenbar hat der letzte Schnitt die Angebotslage bei Heu und Raufutter etwas entspannt. Das lag wohl auch daran, dass die Silomaisernte größer ausfiel als von vielen Landwirten erwartet wurde und auch erheblich größer war als im vorigen Jahr. Das hat die Futtersituation insgesamt verbessert.

Insgesamt bleibt die Versorgungslage in diesem Jahr jedoch regional sehr unterschiedlich – was sich auch in der sehr unterschiedlichen regionalen Preisentwicklung niederschlägt. So sind die Heupreise in einigen Bundesländern im November deutlich gefallen – im Osten Niedersachsens mussten die Einkäufer hingegen erneut mehr Geld auf den Tisch legen.

Im Bundesmittel sind die Heupreise in Deutschland um rund 2 Euro auf 136 Euro je Tonne für den Großballen zurückgegangen. Im Vergleich zum Heupreis im vorigen Jahr sind das jedoch noch immer 4 Euro mehr. Für die Strohpreise ging es im November hingegen steil nach oben – nämlich um fast 6 Euro auf 94 Euro je Tonne für den Großballen. Das sind die höchsten Preise für Stroh seit 18 Monaten.

Heupreise: Regional sind die Preise deutlich gefallen

Heupreise in deutschen Regionen im November 2020

In den meisten Bundesländern waren die Heupreise im November allerdings relativ stabil. Einen kräftigen Anstieg gab es im Kammergebiet Niedersachen Ost mit einem Aufschlag von 6 Euro.

Kräftig gefallen sind die Preise hingegen in Brandenburg und in Bayern – um 17 Euro bzw. 8 Euro. Auch in Mecklenburg-Vorpommern ging der Durchschnittspreis um 5 Euro zurück.

Die höchsten Heupreise meldete man im November weiterhin aus dem Kammergebiet West-Niedersachsen mit 158 und aus Hessen mit ebenfalls 158 Euro je Tonne. Dahinter folgt im Preisranking Hessen mit 158 Euro und Ost-Niedersachsen mit 157 Euro. Auch in Rheinland-Pfalz müssen die Einkäufer mit 155 Euro sehr hohe Preise bezahlen.

Im Osten Deutschlands ist die Spannweite der Heupreise weiterhin sehr groß und reicht von 127 Euro je Tonne in Brandenburg bis zu 80 Euro je Tonne in Thüringen und Sachsen-Anhalt.

Im Marktbereich von agrarheute erhalten Sie eine Übersicht über die aktuellen Erzeugerpreise für Heu.

Strohpreise: Preisanstieg setzt sich fort

Stand der Strohpreise in deutschen Bundesländern im November 2020

Die Strohpreise sind diesmal kräftig gestiegen. Im November mussten die Einkäufer im Bundesmittel 5 Euro je Tonne und Großballen mehr zahlen als im Vormonat. Das sind fast 10 Euro mehr als im vorigen Jahr. Ganz besonders sind die Strohpreise Niedersachsen gestiegen.

In Niedersachsen-Ost lag der Aufschlag bei 16 Euro und in Niedersachsen-West sogar bei 23 Euro je Tonne. Auch Westfalen und Rheinland-Pfalz meldete man einen Preisanstieg von 5 Euro.

Die mit Abstand höchsten Strohpreise wurden November jedoch weiterhin aus Schleswig-Holstein gemeldet – mit 125 Euro je Tonne. Dahinter rangieren dann Niedersachsen Ost mit 100 Euro sowie Rheinland-Pfalz mit 95 Euro je Tonne.

In den ostdeutschen Ländern ist die Spannweite der Strohpreise ebenfalls sehr groß und reicht von 90 Euro je Tonne in Brandenburg bis zu 50 Euro je Tonne in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Im Marktbereich von agrarheute erhalten Sie einen Überblick über die aktuellen Erzeugerpreise von Stroh.

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