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US-Ernte und Ausaat

USA: Extrem langsame Maisernte, Soja im Zeitfenster

am Mittwoch, 01.11.2017 - 09:30 (Jetzt kommentieren)

Die US-Maisernte geht weiterhin extrem langsam voran. Die Sojaernte liegt hingegen im Zeitfenster und der Zustand des Winterweizens ist nicht besonders gut.

Extrem langsame Maisernte

Die Maisernte in den USA war bis zum 29. Oktober zu 54 % eingebracht, im Vergleich zu 38 % in der Vorwoche und zu 72 % im langjährigen Mittel. Das war zwar ein deutlicher Sprung zur Vorwoche jedoch ein im langjährigen Vergleich extrem langsames Erntetempo.

Damit nimmt das Risiko von witterungsbedingten Produktionsausfällen erheblich zu. In den beiden Top-Anbaustaaten Illinois und Iowa waren 73 % bzw. erst 44 % der Maisflächen abgeerntet.

Bislang zeigt das USDA-Crop-Monitoring des USDA jedoch keine Veränderungen des Wachstumszustandes/Ertragspotentials der Maispflanzen. Das USDA stufte zum 29. Oktober 66 % der Pflanzen in die beiden besten Kategorien (gut und sehr gut) ein, nach 66 % in der Vorwoche und 74 % im vorigen Jahr.

Sojaernte etwa im Zeitfenster

Die Sojaernte in den USA war am 29. Oktober bereits zu 83 % eingebracht, im Vergleich zu 70 % in der Vorwoche und zu 84 % im langjährigen Mittel.

Damit erreicht das Tempo der Sojaernte in etwa den langjährigen Mittelwert und das Risiko von witterungsbedingten Produktionsausfällen nimmt ab. In den beiden Top-Anbaustaaten Illinois und Iowa waren ebenfalls 86 % bzw. 83 % der Sojaflächen abgeerntet.

Bei Sojabohnen hat das USDA aufgrund des großen Erntefortschritts keine Einschätzung des Wachstumszustandes/Ertragspotentials mehr vorgenommen.

Winterweizen in schlechtem Zustand

Die Aussaat von Winterweizen war am 29. Oktober zu 84 % abgeschlossen, im Vergleich zu 75 % in der Vorwoche und 87 % im langjährigen Mittel. Damit ist das Tempo der Weizenaussaat weiterhin etwas langsamer als im langjährigen Mittel. Im wichtigsten Anbaustaat Kansas waren erst 84 % der Flächen bestellt, im Vergleich zu 93 % im langjährigen Mittel.

Gleichzeitig hat das USDA das erste Crop-Monitoring zum Wachstumszustand des bereits aufgelaufenen Winterweizens veröffentlicht. Danach wurden zum 29. Oktober 49 % der Weizen-Pflanzen in die beiden besten Kategorien (gut und sehr gut) eingestuft, im Verglich zu 58 % im vorigen Jahr. Das ist eine deutlich schwächere Bewertung.

Allerdings hatten einige Analysten eine noch schlechtere Einstufung erwartet. Im Top-Anbaustaat Kansas wurden 55 % der aufgelaufenen Weizenpflanzen in die beiden besten Kategorien eingestuft, in Texas waren es nur 43 %, in Colorado immerhin 65 % und in Oklahoma 47 %.

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