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Kartoffelmarkt

2018 brachte die niedrigste Kartoffelernte seit 28 Jahren

am
05.02.2019

Der Dürresommer hat die deutsche Kartoffelernte kräftig schrumpfen lassen. Die Ernte war so niedrig wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr.

Mit 8,9 Mio. t sank die Kartoffelernte in Deutschland nach dem sehr trockenen Sommer 2018 auf einen Tiefstand seit der Wiedervereinigung. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fiel die Erntemenge damit um nahezu ein Viertel niedriger aus als 2017. Damals betrug sie  11,7 Mio. t. Auch im Vergleich zum Durchschnitt von 10,8 Mio. t der letzten sechs Jahre war die Erntemenge 2018 sehr gering. 

Bundesweit stieg die Anbaufläche für Kartoffeln in 2018 um 1.700 Hektar auf 252.200 Hektar, den höchsten Wert seit 2011.

Wichtigstes Kartoffelanbauland war mit 113.900 Hektar Niedersachsen. Hier wurden 4,2 Mio. t geerntet. Das entspricht knapp 47 Prozent der gesamten Erntemenge in Deutschland. In Bayern lag die Ernte bei 1,5 Mio. t und in Nordrhein-Westfalen wurden 1,3 Mio. t Kartoffeln erzeugt.

Hohe Kartoffelpreise

Die niedrige Erntemenge in Deutschland und in der EU hat ihre Spuren an den Börsennotierungen an der EEX Leipzig hinterlassen. Dort befinden sich die Notierungen auf einem Rekordhoch. Zeitweise steigen die Kartoffelpreise für Lieferung im April 2019 auf bis zu 33 Euro/dt.

Die neue Ernte (Liefermonat April 2020) notier derzeit bei 16,60 Euro/dt. Das bisherige Hoch betrug 17 Euro/dt. Aktuell haben daher die Kartoffelhändler ihre Kontraktangebote für die neue Ernte 2019 gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht.

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