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Biomarkt

30 Prozent Bio-Fläche bis 2030: keine Utopie

Anbau von weißen Lupinen
am Montag, 20.12.2021 - 08:00 (8 Kommentare)

Jürn Sanders vom Thünen-Institut sieht im Ökolandbau eine lohnenswerte Option für viele Landwirte.

Das Ziel der Ampelkoalition, den Ökolandbau auf einen Flächenanteil von 30 Prozent auszudehnen, ist durchaus erreichbar. Davon ist Dr. Jürn Sanders, Öko-Experte am Thünen-Institut, überzeugt. „Wenn alle an einem Strang ziehen, werden wir uns dem Ziel bis 2030 ein gutes Stück angenähert haben“, erklärte Sanders gegenüber dem Agrar-Newsdienst Agra Europe. Die wichtigsten Voraussetzungen dafür seien mehr Nachfrage nach ökologischen Produkten, mehr Geld für die Honorierung von Umweltleistungen sowie mehr Beratung, Bildung und Forschung.

Strukturelle Änderungen notwendig

Eine notwendige Verdreifachung der Ökofläche werde jedoch nur dann möglich sein, wenn es auch zu strukturellen Änderungen komme: „Wir brauchen mehr Beteiligung und Verantwortung der Wirtschaftsakteure und der Zivilgesellschaft“, betont Sanders. Man müsse aufpassen, die Agrarpolitik so zu gestalten, dass sich „verschiedene Fördermaßnahmen nicht gegenseitig aufheben“. Die Umstellung auf Bio bezeichnet Sanders als eine lohnenswerte Option für viele landwirtschaftliche Betriebe.

Förderinstrumente für Landwirte

agrarheute hat im Topthema Mai 2021 die Möglichkeiten und Herausforderungen der Umstellung auf Bio in den Fokus genommen. Welche Fördermöglichkeiten umstellungsinteressierte Landwirte in ihrem Bundesland erhalten können, das erklärt Dr. Jürn Sanders ausführlich in unserem Digitalmagazin.

Mit Material von Agra Europe

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