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Getreideernte

DBV: Deutsche Bauern ernten nur wenig Wintergerste

am Donnerstag, 16.07.2020 - 13:34 (Jetzt kommentieren)

Die Ernte bei Wintergerste fällt kleiner aus als im vorigen Jahr. Ursachen sind die Frühjahrstrockenheit sowie die Spätfröste.

Die Gerstenernte wird deutlich kleiner alsim vorigen Jahr.

Der Deutsche Bauernverband (DBV) geht in seinem ersten Erntebericht, auf Grundlage der bisher geernteten Mengen, von einer Wintergerstenernte von insgesamt 8,9 Millionen Tonnen aus. „Die Druschergebnisse der Wintergerste bestätigen die erwarteten Mindererträge in vielen Regionen, die auf die Frühjahrstrockenheit im März und April sowie die Frostereignisse im Mai zurückzuführen sind“, bewertet der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, die immer wieder durch Niederschläge unterbrochene Ernte.

Damit liegt die Erntemenge in etwa im Mittel der Jahre 2015 bis 2019, aber mit einem Minus von 9 Prozent bzw. 900.000 Tonnen recht deutlich unterhalb des Vorjahresergebnisses von 9,8 Millionen Tonnen, berichtet der DBV weiter. Dieses Ergebnis ist auf eine geringere Anbaufläche in Höhe von 1,32 Millionen Hektar (- 2,3 Prozent gegenüber 2019) und auch auf geringere Hektarerträge von 6,7 Tonnen (-7 Prozent gegenüber 2019) zurückzuführen.

Dieses Ertragsniveau zeigt, dass die Niederschläge im Mai und Juni für die Wintergerste zu spät kamen und somit nicht mehr zu einer Ertragsstabilisierung beitragen konnten. Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) hatte die Ernte von Wintergerste vor wenigen Tagen auf 9,2 Millionen Tonnen geschätzt und damit etwas größer als der DBV. Zusammen mit der erwarteten Sommergerstenernte von 1,96 Millionen Tonnen liegt die gesamte Gerstenernte damit beim DRV bei 11,2 Millionen Tonnen – und beim DBV bei rund 10,9 Millionen Tonnen.

Regen bedroht die Qualität beim Winterweizen

Die Weizenernte wird deutlich kleiner als im vorigen jahr.

Die Wintergersten-Erträge fallen in Abhängigkeit der Niederschlagsmengen und der -verteilung, der Bodengüte und damit der Wasserhaltefähigkeit der Böden selbst kleinräumig sehr heterogen aus. Ebenfalls sehr unterschiedlich gestaltet sich der Fortgang der Erntearbeiten. Die unbeständigen Witterungsbedingungen der letzten beiden Wochen haben die Landwirte immer wieder zu Erntepausen gezwungen.

Die Ernte von Winterweizen und von Winterraps hat erst in wenigen Regionen begonnen. Repräsentative Angaben über Erntemengen und -qualitäten sind voraussichtlich Ende Juli verfügbar, schreibt der DBV. Für einen zügigen Fortgang der Getreide- und Rapsernte hoffen die deutschen Landwirte in den nächsten Wochen auf trockene Witterungsbedingungen.

„Gerade der Winterweizen verliert an Qualität, sofern die erntereifen Bestände wiederholten Niederschlägen ausgesetzt sind und nicht geerntet werden können“ erläutert Rukwied mit Blick auf die Ernte der wichtigsten Getreideart im deutschen Anbau. Für eine üppige Entwicklung der Maisbestände und des Grünlandaufwuchses ist dagegen eine gleichmäßige Wasserversorgung erforderlich, damit Futterbaubetriebe ausreichend Grundfutter für ihre Tierbestände bergen können.

Mit Material von Deutsche Bauernverband (DBV)

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