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Rapsanbau

In Deutschland wächst weniger Raps

von , am
14.11.2017

Deutsche Ackerbauer haben dieses Jahr weniger Raps ausgesät. Einen Teil davon mussten sie auch noch vorzeitig umbrechen.

Raps im Vierblattstadium
© agrarfoto

Laut Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) wird die Aussaatfläche von Winterraps zur Ernte 2018 nur bei 1,283 Millionen Hektar. Das wären im Vergleich zur Erntefläche 2017 rund 24.000 Hektar oder 1,9 Prozent weniger. Das ergab eine UFOP-Umfrage. mit der das Agrarmarktforschungsinstitut Kleffmann Group beauftragt war.

Bis zum Ende der Befragung mussten die Landwirte aufgrund ungünstiger Witterung bereits etwa 3.900 Hektar umbrechen, sodass aktuell von einer Anbaufläche von rund 1,279 Millionen Hektar auszugehen ist. Damit würde sich der Anbaurückgang auf rund 2,1 Prozent belaufen.

Europaweit gehen Experten aber von einer nahezu unveränderten Rapsanbaufläche aus.

Minus 17 Prozent in Schleswig-Holstein!

Säulendiagramm Rapsanbau Deutschland
© UFOP

Das bedeutendste Bundesland für den deutschen Rapsanbau bleibt weiterhin Mecklenburg-Vorpommern mit einer Aussaatfläche von 204.500 Hektar. Allerdings ist die Rapsfläche gegenüber dem Vorjahr um 21.300 Hektar oder 9,4 Prozent deutlich gesunken. Wesentlicher Grund für diesen Anbaurückgang war die ungünstige Witterung zum Aussaattermin, die zu eingeschränkter Bestellung mangels Befahrbarkeit der Flächen führte.

Landwirte in Schleswig-Holstein waren von dieser Problematik ebenfalls massiv betroffen. Die Aussaatfläche liegt hier mit 80.600 Hektar sogar 17,4 Prozent oder 17.000 Hektar unter dem Niveau des Vorjahres. Auch in Niedersachsen konnten die Landwirte 8.000 Hektar oder 6,6 Prozent weniger Raps aussäen, wobei auch hier regional die ungünstige Witterung als Ursache anzusehen ist. Nun wächst dort auf 113.800 Hektar Raps.

58 Prozent der Rapsflächen sind im Osten

In weiteren wichtigen Anbauregionen bleibt die Anbaufläche weitestgehend stabil: Die Aussaatfläche in Sachsen-Anhalt liegt bei 161.800 Hektar (+2,2 Prozent, +3.500 Hektar), in Brandenburg bei 131.200 Hektar (+2,2 Prozent; +2.800 Hektar) und in Sachsen bei 129.400 Hektar (+0,2 Prozent; +300 Hektar).

Insgesamt repräsentieren die ostdeutschen Bundesländer rund 58 Prozent der in Deutschland ausgesäten Rapsfläche.
 

Mehr Raps in Bayern

Mit 129.300 Hektar Aussaatfläche folgt Bayern im Ranking der Bundesländer. Hier konnten die Landwirte aber 9,4 Prozent oder 11.100 Hektar mehr Fläche mit Raps bestellten.

In Thüringen dagegen änderten sich die Anbauflächen gegenüber dem Vorjahr mit 119.200 Hektar kaum. Das leichte Plus dort von 1,1 Prozent entspricht rund 1.300 Hektar. In Niedersachsen steht nur noch auf 113.800 Hektar Raps.

Rapsernte 2016: Live vom Feld

Bisheriges Fazit bei der Firma Schicketanz Gbr in Sachsen: Der Ertrag der Gerste befand sich im Durchschnitt... © Firma Schicketanz Gbr
Der Weizen allerdings sei "bis jetzt sehr gut" - weiter gehts aber erstmal mit dem Raps! © Richard Schicketanz
Bernhard schreibt: "Rapsernte in Oberbayern im 5-Seenland..." © Bernhard Neumüller
"Gedroschen wurden 45 Doppel aufs Hektar..." © Bernhard Neumüller
"Wir sind hier allgemein sehr zufrieden", berichtet Bernhard. © Bernhard Neumüller
Heiko meldet kurz und knackig: "Rapsernte - Läuft!" © Heiko Henning
Mario meldet weniger Positives: "Sind seit ein paar Tagen im Raps unterwegs...." © Mario Gehnich
"Der Ertrag lässt sehr zu wünschen übrig", so Mario... © Mario Gehnich
Auch Robert ist fleißig mit der Rapsernte 2016 beschäftigt. © Robert Kahlbau
Sebastian ist mit seinem Lexion 760 TT im Raps unterwegs. © Sebastian Gerhardt
Jason ist ebenso mit der Rapsernte beschäftigt. © Jason Güllmar
Sein Betrieb ist in einer kleinen Gemeinde in Thüringen, genauer gesagt Wolferschwenda. © Jason Güllmar
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