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Ernteprognose 2019

DRV: Regen hat Getreideernte stabilisiert

Weizenfeld
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Dr.Olaf Zinke, agrarheute
am
14.05.2019

Im Mai ließ der DRV die Prognose zur Getreideernte nahezu unverändert. Regen und kühles Wetter haben die Erträge stabilisiert

getreideernte 2019

Die feuchte und kühle Witterung der vergangenen Wochen hat den Trockenstress für die Getreide- und Ölsaatenbestände deutlich reduziert. „Der Regen kam gerade noch rechtzeitig, um die Kulturen vor gravierenden Schäden zu bewahren“ betont Guido Seedler, Getreidemarktexperte des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV).

Vor diesem Hintergrund erwartet der Verband eine durchschnittliche Getreideernte in Höhe von 47,2 Millionen Tonnen. Das ist etwas weniger als man im vorigen Monat mit 47,6 Mio. t geschätzt hatte.

Die Weizenernte veranschlagt der DRV auf 24,3 Millionen Tonnen im Vergleich zu 24,4 Mio. Tonne bei der letzten Prognose. Bei Gerste erwarte man eine Gesamternte von 11,9 Millionen Tonnen im Vergleich zu 12,0 Mio. t vor vier Wochen.

Zu wenig Regen im Nordosten

Allerdings gibt es bei den Niederschlagsmengen weiterhin ein West-Ost-Gefälle. Während im Süden und Westen durch teilweise viel Regen eine deutliche Entspannung festzustellen ist, fällt sie im Nordosten Deutschlands deutlich geringer aus.

„Dort wird weiterhin dringend Regen benötigt, die Situation steht auf Messers Schneide“, fährt Seedler fort. Dabei ist gerade jetzt eine ausreichende Wasserversorgung erforderlich, denn Gerste und Roggen haben die Ähren bereits geschoben.

Beim Weizen steht dies unmittelbar bevor. In dieser Entwicklungsphase entscheidet sich, ob die Pflanzen ihr Ertragspotenzial optimal ausschöpfen.

Rapsernte noch kleiner

Rapsernte deutschland

Die Rapsblüte klingt derzeit ab, berichte der DRV. In einigen Regionen mit knapper Wasserversorgung haben die Pflanzen wie im Vorjahr Blüten abgeworfen. Vor diesem Hintergrund hat der DRV seine Schätzung der Hektarerträge leicht zurückgenommen.

Man geht gegenwärtig nur noch von einer Rapsernte in Höhe von 3,0 Millionen Tonnen aus nachdem es vor vier Wochen noch gut 3,2 Millionen Tonnen waren. Dieser Rückgang ist neben der Wasserknappheit auf eine nochmals etwas kleinere Anbaufläche zurückzuführen.

In seiner aktuellen Prognose geht das Statistische Bundesamt davon aus, dass auf 887.000 Hektar Raps angebaut wird, nach einer Flächenschätzung von 917.000 ha im April. Außerdem ist die Anbaufläche 28 Prozent kleiner als im Vorjahr.

Mit Material von Deutscher Raiffeisenverband (DRV)
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