Login

Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Getreideernte und Getreidepreise

DRV: Regen sorgt für etwas größere Getreideernte

Regen hilft Getreideernte etwas.
am Mittwoch, 15.07.2020 - 15:37 (Jetzt kommentieren)

Die Niederschläge der vergangenen Wochen hat die Erntebilanz für die deutsche Landwirtschaft zwar etwas aufgebessert, brachte aber auch Probleme mit sich.

Der Regen der letzten Wochen hat die die Erntemenge positiv beeinflusst.

Der Regen der letzten Wochen hat die Erntebilanz der deutschen Bauern etwas aufgebessert. Etwas höhere Erträge bei Weizen, bei Sommergerste und Roggen sorgen für eine geringfügig größere Ernte. Doch der Regen während der Ernte brachte auch Probleme: „Die Ernte musste immer wieder unterbrochen werden“, berichtete der Getreidemarktexperte des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), Guido Seedler.

Gleichzeitig waren die Niederschläge aber gut für die Erntemenge, heißt es weiter. Der Raiffeisenverband hat seine Prognose deshalb  auf 44,6 Millionen Tonnen leicht nach oben angepasst. Davon entfallen 22,5 Millionen Tonnen auf Weizen. Im Vormonat lag die Prognose für diese Kultur bei 22,2 Millionen Tonnen.

Die Getreide- und Rapsbestände reifen derzeit zügig ab, berichtet Seedler. „Um die diesjährige Ernte sicher einzufahren, brauchen wir nun aber eine stabile Schönwetterlage“, fügt er hinzu. Die ist derzeit nicht in Sicht. Bereits zum Ende der Woche werden deutschlandweit weitere zum Teil ergiebige Niederschläge erwartet.

Rapsernte vereinzelt schon begonnen

Der Rapshat unter Trockenheit und Schädlingen gelitten.

Gutes Wetter wird insbesondere für den Raps gebraucht, dessen Drusch in Einzelfällen auch schon begonnen hat. Wenn Regen auf reife Schoten fällt, können sie platzen und die Rapskörner schon vor der Ernte herausfallen. „Dadurch drohen Verluste. Das wäre eine weitere Belastung für den Rapsanbau, der ohnehin schon seit mehreren Jahren vor großen Herausforderungen steht“, stellt Seedler fest.

So haben die Wetterprobleme und die Einschränkungen im Pflanzenschutz dazu geführt, dass die Anbaufläche drastisch zurückgegangen ist. Haben die deutschen Bauern von 2014 bis 2018 im Mittel der Jahre noch 1,3 Millionen Hektar mit Raps bestellt, fiel die Fläche zur Ernte 2019 auf weniger als 900.000 Hektar und eine Erntemenge von nur noch 2,8 Millionen Tonnen. Das war das schlechteste Ergebnis seit 25 Jahren.

Für die diesjährige Raps-Ernte wird eine Druschfläche von gut 950.000 Hektar unterstellt und eine Erntemenge von 3,2 Millionen Tonnen erwartet.

Kommentare

agrarheute.comKommentare werden geladen. Bitte kurz warten...