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Weizenmarkt

Dürre bringt Rekordhoch für Weizenpreise

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Josef Koch, agrarheute
am
03.08.2018

Der Aufwärtstrend am Weizenmarkt ist weiter intakt. Die Börsenkurse markieren wegen gravierenden Ernteeinbußen immer wieder neue Hochs.

Die Dürre sorgt weiter für einen Kursauftrieb an den Getreidemärkten. Gestern schloss der Weizenkurs an der Pariser Terminbörse für den Liefermonat Dezember 2018 auf dem höchsten Stand seit seiner Einführung. Der Schlusskurs kletterte auf 213,25 Euro/t. 

Auf diesem Niveau hatten sich die Notierungen an der Börse zuletzt im April 2014 bewegt. Marktbeobachter sehen noch weiteres Potenzial nach oben. Landwirte sollten daher mit dem Verkauf der Weizenernte 2018 noch abwarten, falls Sie keine liquiden Mittel benötigen. Interessant kann aber ein Verkauf der Ernte 2019 werden.

Für Auftrieb sorgte zuletzt der Deutsche Bauernverband (DBV) mit seiner nach unten korrigierten Ernteprognose. Außerdem verschlechterten sich die Ernteaussichten in der Schwarzmeerregion durch Trockenheit, aber teils auch durch starken Regen. Darunter dürfte nach Einschätzung der Russischen Getreideunion (RZS) vor allem die Qualität der Ware leiden, so dass mit einem kleineren Backweizenangebot am Weltmarkt zu rechnen sei.

Ägypten könnte wieder in den USA einkaufen

Unterstützend wirkte auch die feste Entwicklung der Weizenfutures an der Warenterminbörse in Chicago. Dort kostete der Dezemberfuture heute Morgen 9.00 Uhr 5,87 USD/bu (rund 184 Euro/t). Das waren 13,8 Prozent mehr als der Eröffnungskurs vom vergangenen Monat.

US-Börsenmakler begründeten den Anstieg zuletzt auch mit Spekulationen, dass Ägypten im Rahmen seines nächsten Weizentenders zum ersten Mal seit langer Zeit wieder US-Ware den Zuschlag geben könnte.

Mit Material von AgE
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