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Getreideernte in Europa

Dürre lässt Maisernte in Europa verdorren

Maisfeld.
am Dienstag, 26.07.2022 - 14:46 (2 Kommentare)

In der Europäischen Union wurden die Ertragsprognosen für alle Sommerkulturen drastisch reduziert. Vor allem bei Mais wurden die Ernteerwartungen aufgrund des heißen und trockenen Wetters in vielen Teilen der EU gesenkt, während die Ernteprogosen für Wintergetreide nur noch geringfügig reduziert wurden. Das berichtete am Montag die Crop-Monitoring-Agentur der EU-Kommission (MARS) in ihrem Juli-Report.

ertragsprognosen.

Der Berichtszeitraum war von extremer Hitze und Trockenheit in mehreren Regionen Europas geprägt. Negative Auswirkungen auf das Ertragspotential von Sommerkulturen sind vor allem in Regionen zu erkennen, die bereits unter einem langen Regendefizit leiden, wie große Teile Spaniens, der Süden Frankreichs, Mittel- und Norditalien, Mitteldeutschland, Nordrumänien, Ostungarn sowie die West- und Südukraine.

Abgesehen von direkten Auswirkungen auf das Wachstum, fielen Dürre und Hitzestress in mehreren Regionen mit der Blühphase zusammen. Darüber hinaus sind mehreren Regionen, in denen Sommergetreide angebaut wird, auf Bewässerung angewiesen, doch des Wasserreservoirs sind auf sehr niedrigem Niveau und nicht ausreicht, um den Anforderungen standzuhalten.

MARS hat deshalb seine Ertragsaussichten für die Körnermaisernte der EU, die im Herbst geerntet wird, auf 7,25 Tonnen pro Hektar (t/ha) gesetzt, von 7,87 t/ha im letzten Monat und liegt damit jetzt 7,8 % unter dem Fünfjahresdurchschnitt und 7,9 % unter dem Juniwert.

Hohe Temperaturen und fehlender Regen

regione mit extremwetter.

Die Ernteaussichten in der EU haben in diesem Jahr zusätzliche Bedeutung erlangt, da der Krieg in der Ukraine – einem wichtigen Weizen-, Mais- und Sonnenblumenexporteur – die Getreideexporte deutlich reduzierte und zugleich die Unsicherheit über die Größe der aktuellen Ernte der Ukraine erhöht hat.

Doch die hohen Temperaturen und fehlender Regen schadeten Europas Mais- und Getreideernte und verringerten die Ernteaussichten.„Die Ertragsaussichten für EU-Sommerkulturen wurden aufgrund anhaltend heißer und trockener Wetterbedingungen in weiten Teilen Europas erheblich reduziert“, sagte MARS in seinem Juli-Bericht.

MARS senkte auch die aktuelle Ertragsprognose für Weichweizen auf 5,74 t/ha, gegenüber den im Juni prognostizierten 5,76 t/ha und liegt nun 1,6 % unter dem langjährigen Mittel. Die Ertragsprognose für Sommergerste lag noch bei 4,10 t/ha gegenüber den im Juni prognostizierten 4,19 t/ha und rutscht damit 2,1 % unter die Juni-Prognose.

Sonnenblumen und Sojabohnen: Erträge brechen ein

Die Ertragsaussichten für die meisten anderen Sommerkulturen wurden ebenfalls beträchtlich reduziert, wegen des anhaltend heißen und trockenen Wetters in weiten Teilen Europas.

Auf EU-Ebene wurden die Prognosen neben Körnermais auch für Sonnenblumen und Sojabohnen am deutlichsten reduziert (um 8 bis 9 %) und liegen jetzt weit unter dem 5-Jahres-Durchschnitt.

Die Prognosen für die Erträge bei Wintergetreide (Weizen, Gerste, Roggen) – das zu großen Teil schon geerntet ist – waren bis hin zu geringfügigen Änderungen, nahe am 5-Jahresdurchschnitt.

MARS senkte außerdem auch seine EU-Ertragsprognose für Zuckerrüben von 78,1 t/ha im letzten Monat auf 77,4 t/ha. Der aktualisierte Wert lag immer noch 4 % über dem Fünfjahresdurchschnitt.

Die Ertragsschätzung für Kartoffeln wurde auf 35,1 t/ha gesenkt von zuvor 35,7 t/ha im Juni. Der aktualisierte Wert lag immer noch 2,8 % über dem Fünfjahresdurchschnitt.

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