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Kartoffelpreise

EEX-Kartoffelfutures vorübergehend auf Siebenjahreshoch

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am Montag, 06.08.2018 - 09:48 (Jetzt kommentieren)

Kontrakte auf Verarbeitungskartoffeln an der European Energy Exchange (EEX) in Leipzig haben im Verlauf der vergangenen Woche wegen der anhaltenden Trockenheit ein Siebenjahreshoch erreicht, gaben aber anschließend etwas nach.

So kostete der Future mit Fälligkeit im April 2019 am Donnerstag (2.8.) in der Spitze 32,50 Euro/dt. Dieses Kursniveau war zuletzt im Januar 2011 erreicht worden. Bis Freitagmorgen fiel der Kontrakt auf 30,10 Euro/dt zurück; das bedeutet aber gegenüber dem Abrechnungskurs vom vergangenen Freitag einen Aufschlag von 0,70 Euro/dt oder 2,4 %. Am heutigen Montag steht der Kontrakt auf 29,70 Euro/dt (09:50 Uhr).

Derweil berichtet die Landwirtschaftskammer Niedersachsen, dass das Interesse der Verarbeitungsindustrie an geeigneten Frühkartoffelpartien zunehme. Da abgesehen von Gewitterregen weiterhin keine ergiebigen Niederschläge in Sicht seien, verschlechterten sich die Aussichten im Hinblick auf die Haupternte. Trotz vieler Beregnungsmaßnahmen sei verbreitet mit einer vorzeitigen Abreife der Knollen zu rechnen.

Verarbeitende Industrie fürchtet einen Rohstoffmangel

Nach Einschätzung des Agrarhandelsunternehmens Wilhelm Weuthen dürfte die restliche alte Ernte in der ersten Augustwoche vermarktet worden sein. Auch die Restbestände an „Bintje“, schlecht backender „Challenger“, „Ramos“ und „Innovator“ würden von den Pommes frites-Herstellern sowie den Flocken-, Granulat- und Stärkefabriken aufgenommen.

Unterdessen wies die Organisation Nordwesteuropäischer Kartoffelanbauer (NEPG) darauf hin, dass die Kartoffelverarbeiter in Deutschland und den Niederlanden nun einen Rohstoffmangel in der kommenden Saison befürchteten.

Mit Material von Agra-Europe

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