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Agrarhandel

EU-Agrarexporte im Höhenflug

Freihandel
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Amelie Grabmeier, agrarheute
am
26.02.2018

Die EU-Agrarexporte in Drittländer erreichten 2017 einen neuen Rekordwert. Zum achten Mal in Folge erzielte die EU einen Überschuss.

Wie die EU-Kommission in Brüssel mitteilte, erhöhten sich die Agrarausfuhren im Vergleich zu 2016 um 5,1 Prozent auf 137,9 Milliarden Euro. Gesteigert werden konnten insbesondere die Lieferungen in die USA, nach Russland und in asiatische Länder wie Japan, China und Südkorea. Der positive Saldo in der EU-Agraraußenhandelsbilanz erhöhte sich um 9,1 Prozent auf den Rekordwert von 20,53 Milliarden Euro.

Gleichzeitig wurden auch die EU-Agrarimporte im Vergleich zu 2016 spürbar erhöht. Sie stiegen um 4,5 Prozent auf 117,4 Milliarden Euro. Verantwortlich waren dafür vor allem höhere Einfuhren aus der Ukraine und Indonesien.

USA und China sind wichtigste Exportmärkte

Die Bedeutung der Vereinigten Staaten als wichtigster Auslandsmarkt nahm 2017 noch weiter zu. Ebenso die EU-Exporte nach China, dem zweitwichtigsten Auslandsmarkt.

Die EU-Ausfuhren im Überblick:

  • Export in die USA: Plus von 5,9 Prozent auf 21,95 Milliarden Euro
  • Export nach China: Plus von 5,2 Prozent auf 11,97 Milliarden Euro
  • Export nach Russland: Plus von um 892 Millionen auf 6,5 Milliarden Euro
  • Export nach Japan: Plus von 11,2 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro
  • Export in die Türkei: Plus von 456 Millionen auf 3,7 Milliarden Euro

Den größten Rückgang verzeichnete die Kommission dagegen für die Ausfuhren nach Saudi-Arabien. Sie nahmen 2017 um 11,6 Prozent ab.

Mehr Milchpulver exportiert

Die Statistiker verzeichneten 2017 einen Anstieg der Exporte von Milchpulver. Rückläufig waren dagegen die Weltmarkterlöse für Weizen. Zudem verringerte sich der Wert der Ausfuhren an frischem, gekühltem und gefrorenem Schweinefleisch.

Die EU-Exporte nach Warengruppen im Überblick:

  • Milchpulver: Plus von 26,2 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro
  • Babynahrung: Plus von 10,9 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro
  • Weizen: Minus von 1,5 Milliarden Euro
  • Andere Getreidearten (Ausnahme Reis): Minus von 13,5 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro
  • Schweinefleisch: Minus von 146 Millionen auf 5,1 Milliarden Euro

Höhere Importe aus der Ukraine und Indonesien

Vor allem die Ukraine und Indonesien verzeichneten zusätzliche Erlöse im EU-Agrarhandel.

Die EU-Einfuhren im Überblick:

  • Importe aus der Ukraine: Plus von 34 Prozent auf 5,52 Milliarden Euro
  • Importe aus Indonesien: Plus von 28 Prozent auf 5,299 Milliarden Euro
  • Importe in die USA: Minus von 2,1 Prozent auf 10,98 Milliarden Euro
  • Importe nach Argentinien: Minus von 3,3 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro

Die Bezüge an Getreidearten außer Weizen und Reis nahmen zu, nämlich um 31,7 Prozent auf insgesamt 3,1 Milliarden Euro. Dagegen verringerten sich die EU-Einfuhren von Sojabohnen um 7 Prozent auf 4,95 Milliarden Euro.

Mit Material von Agra-Europe

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