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EU-Schätzung

EU nimmt Weizenernte zurück

am Mittwoch, 03.07.2019 - 09:24

In ihrer aktuellen Prognose rechnet die EU-Kommission mit einer niedrigeren Weizen- und Gerstenernte. Knapp wird das Getreide dennoch nicht.

Drei Mähdrescher bei der der Weizenernte

Die EU-Weizenmarkt wird in der laufenden Saison nicht mehr ganz so gut versorgt sein, wie noch Ende Mai erwartet. Das geht aus aktuellen Prognose der EU-Kommission hervor. So wird die europäische Weizenernte mit 142,3 Mio. t rund 1,4 Mio. t niedriger ausfallen als sie noch vor vier Wochen veranschlagt wurde. Grund ist die etwas niedrigere Anbaufläche von 23,8 Mio. ha.

Dennoch wird das Angebot von 157,4 Mio. t locker ausreichen, um den Bedarf von 143,2 Mio. t zu decken. Die Endbestände 2019/20 sollen daher um 2,4 Mio. t auf gut 14 Mio. t ansteigen. Vor vier Wochen  lagen die EU-Prognosen mit fast 16 Mio. t Vorräten dagegen noch deutlich höher. Brüssel geht dabei von knapp 25,5 Mio. t Weizenexporten aus.

Engere Gerstenbilanz

Zurückgenommen haben die EU-Statistiker auch die Gerstenernte. Ende Juni gehen sie von 59,9 Mio. t aus. Das sind 0,8 Mio. t weniger als Ende Mai. Auch wenn das Angebot mit gut 67 Mio. t den Bedarf von knapp 59 Mio. t decken wird, kommt es voraussichtlich zu einem deutlich kleineren Bestandsaufbau als noch vor vier Wochen veranschlagt.

Mit 6,9 Mio. t sollen die Gerstenbestände nur um 0,98 Mio. t anwachsen. Ende Mai ging die EU dagegen noch von einen Anstieg um 2,1 Mio. t auf 8,3 Mio. t aus. Voraussetzung ist aber, dass die EU im laufenden Wirtschaftsjahr rund 8,8 Mio. t Gerste in Drittländer unterbringen kann.

Roggenernte deckt Bedarf locker

Im Gegensatz zu Gerste und Weizen wird die EU mit Roggen reichlicher versorgt sein. Die EU-Bauern sollen mit 8,3 Mio. t fast 400.000 t mehr ernten als Ende Mai prognostiziert. Trotz knapper Anfangsbestände wird das Angebot den Bedarf deutlich übertreffen.

Am Ende des neuen Wirtschaftsjahres 2019/20 werden in de EU rund 2 Mio. t Roggen auf Lager sein. Das sind 1,7 Mio. t mehr als im Vorjahr und 300.000 t mehr als Ende Mai veranschlagt.