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Börsentelegramm

Europäische Getreidepreise bleiben fest

Weizen Börse
am Mittwoch, 08.08.2018 - 09:06 (Jetzt kommentieren)

Die Pariser Kontrakte auf Weizen und Raps blieben ihrem Aufwärtstrend gestern treu. Allerdings konnten die anfänglich kräftigen Gewinne nicht gehalten werden. Gewinnmitnahmen im amerikanischen Weizen trübten die zunächst sehr gute Stimmung. In Chicago konnte lediglich der Sojakomplex mit einer deutlichen Zulage punkten.
In den USA prägt bereits jetzt der am Freitag erscheinende Ernte- und Bestandsreport (WASDE) des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) das Geschehen. Spekulationen um die neuen Zahlen machen die Runde und sorgen für die eine oder andere Positionsbereinigung. Heute Morgen sind die Vorzeichen im elektronischen Handel in Chicago auf Grün.

EU-Weizen will weiter nach oben

Die anfänglich kräftige Kurssteigerung bis knapp unter 220 Euro/t Weizen schmolzen im Tagesverlauf mit der in den negativen Bereich drehenden Börse in Chicago wieder dahin. Zum Handelsende stand noch ein Gewinn von 0,7 % (1,50 Euro) auf 216,25 Euro/t an der Anzeigetafel. Die folgenden Kontrakte der 2018er Ernte stehen nur geringfügig höher und die Futures der nächsten Ernte gaben sogar leicht nach.

Das französische Agrarministerium senkte seine Schätzung zur inländischen Weizenernte um 1 Mio. t auf 35,1 Mio. t. Der Wert liegt rund 4 % unter dem Vorjahr, übertrifft aber andere Schätzungen um etwas mehr als 1 Mio. t.

Der amerikanische Markt war nach anfangs kräftigen Steigerungsraten von Gewinnmitnahmen geprägt. Am Ende des Tages hatte der Septemberkontrakt einen Verlust von 1,1 % auf 5,6825 USD/bu zu verzeichnen.  

Mais kann sich halten

Dem europäischen Mais ging es gestern wie dem Weizen. Auch er konnte seine anfänglichen Gewinne nicht halten, settelte am Abend aber noch mit einem Plus von 0,4 % (75 Cent) auf 196,25 Euro/t. Auch für den Mais sind die Wachstumsbedingungen in Frankreich nicht ideal. Die Körnermaisernte soll nach Einschätzung des französischen Agrarministeriums mit 12,8 Mio. t um 10 % unter dem Vorjahr liegen.

Der amerikanische Mais drehte im Tagesverlauf ins Minus und beendete den Tag mit minimalen Verlusten von 0,1 % auf 3,7025 USD/bu.

Soja schafft die Wende

Der Sojakomplex war nach den kräftigen Vortagesverlusten bereits im vorbörslichen Handel deutlich in den grünen Bereich zurückgekehrt und gab die Gewinne bis zum Abend auch nicht wieder her. Die Novemberbohne springt mit einem Plus von 1,4 % auf 9,0575 USD/bu und damit wieder über die psychologisch wichtige Schwelle von 9 USD. Das Schrot und auch das Sojaöl können mit einer ähnlichen Zulage punkten.

Die Hauptunterstützung für den Sojakomplex kommt derzeit von den zuletzt etwas schwächer bewerteten Feldbeständen in großen Teilen der USA.

Raps legt leicht zu

Auch der Raps konnte sich gestern wieder leicht verbessern. Mit der Unterstützung des Sojakomplexes, dem festen Rohölmarkt und einer guten Nachfrage am physischen Markt settelte der November mit einem Plus von 0,1 % (50 Cent) auf 383,25 Euro/t. In Frankreich wurde die Rapsernte unverändert mit 4,6 Mio. t beziffert. Gegenüber dem Vorjahr bleibt das Minus damit bei rund 14 %.

Canola nutzt die Vorgaben vom Sojakomplex und steigt mit einem Sprung von 1,7 % auf 502,60 CAD/t.

Auch das Palmöl in Malaysia profitierte von der positiven Stimmung und legte ein gutes Prozent drauf.

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