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Rapsmarkt

Europäische Rapsernte schrumpft

am Dienstag, 08.05.2018 - 12:35 (Jetzt kommentieren)

Das Analystenhaus Strategie Grains hat seine Erwartungen an die europäische Rapsernte in dieser Woche erneut leicht nach unten korrigiert.

Das ist die zweite Korrektur der Rapsernte in Folge. Ursache sind die wegen der anhaltenden Frühjahrtrockenheit weiter nach unten gesetzten Erträge in wichtigen Anbauländern.

Mit seiner neuen Prognose liegt Strategie Grains jetzt auch etwas unter der letzten Ernteschätzung der Kommission.

Dabei hatte die Kommission die Produktion zum Monatswechsel sogar leicht nach oben gesetzt. Grund waren höhere Ernte-Schätzungen für Deutschland und Rumänien.

Erträge nach unten korrigiert

Rapsernte Strategie Grains

Die neue europäische Rapsernte schätzt das Analystenhaus Strategie Grains Anfang Mai auf 22,21 Mio. t.  Vor vier Wochen war man noch von 22,54 Mio. t ausgegangen  und im März hatten die Analysten noch eine Produktion von 22,8 Mio. t für möglich gehalten.

Im vorigen Jahr ernteten die europäischen Landwirte nach den Daten von Strategie Grains 22,0 Mio. t Raps. Vor zwei Jahren waren es nur 20,3 Mio. t. Mit der aktuellen Prognose würde die Vorjahresente also nur noch nur leicht übertroffen.

Ursache für die erneute Korrektur der Produktion sind die witterungsbedingt weiter nach unten gesetzten Erträge in einer ganzen Reihe von wichtigen Anbauländern. Betroffen sind etwa Deutschland, Frankreich, das Vereinigte Königreich und Polen. Derzeit geht Strategie Grains  von Rapserträgen von 3,29 t/ha aus, nach immerhin 3,36 t/ha bei der vorigen Prognose und 3,28 t im vorigen Jahr.

Die europäische Rapsfläche wurde allerdings ganz leicht nach oben korrigiert auf jetzt 6,75 Mio. ha, von zuvor 6,71 Mio. ha. Im vorigen Jahr haben die europäischen Landwirte ebenfalls von 6,71 Mio. ha Raps geerntet und vor zwei Jahren waren es nur 6,52 Mio. ha.

Kommission sieht Rapsernte etwas größer

Rapsernte Länder EUK

Die Europäische Kommission hat die Rapsernte zum Monatswechsel etwas größer auf 22,57 Mio. t geschätzt. Im Vergleich zum Vormonat war dies eine Korrektur nach oben. Vier Wochen zuvor war die Kommission lediglich von 22,3 Mio. t ausgegangen. 

Die Anbaufläche veranschlagt die Kommission geringfügig größer als Strategie Grains auf 6,78 Mio. ha. Die Erträge werden ebenfalls höher auf 3,33 t/ha geschätzt.

Allerdings sehen die Kommissionsexperten die deutsche Rapsernte bei 4,97 Mio. t und damit größer als im Vormonat mit nur 4,71 Mio. t und zudem größer als der Deutsche Raiffeisenverband mit 4,62 Mio. t. Außerdem würde die Vorjahresernte von 4,27 Mio. t  deutlich übertroffen.

Für Frankreich schätzt die Kommission die neue Ernte unverändert zum Vormonat auf 5,13 Mio. t, nach sehr guten 5,39 Mio. t im vorigen Jahr. Das wäre ein leichter Produktionsrückgang.

Die Schätzung für Polen liegt bei 2,47 Mio. t. Das wäre weniger Raps als im vorigen Jahr mit 2,70 Mio. t. Gegenüber dem Vormonat wurde die polnische Ernte nach unten angepasst. 

Für das Vereinigte Königreich wird eine Produktion von 2,21 Mio. t erwartet und damit ein leichter Zuwachs gegenüber dem Vorjahr mit 2,17 Mio. t. Größere Rapsernten als 2017 werden zudem in Tschechien und Rumänien erwartet.

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