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Zuckermarkt

Gedämpfte Aussichten für die Zuckerpreise

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Josef Koch, agrarheute
am
07.03.2018

Die internationalen Zuckerpreise werden in den kommenden Monaten steigen. Doch der Anstieg fällt weniger stark aus als bisher erwartet, meint die Rabobank.

Nachdem sich die Erholungsbewegung des Zuckerpreises am Weltmarkt im Januar und in den Folgewochen als nicht nachhaltig erwies, hat die Rabobank ihre Prognosen für die weitere Entwicklung nach unten korrigiert.

Allerdings wird wie bisher mit einem Preisanstieg bis zum ersten Quartal 2019 gerechnet. So prognostizieren die Utrechter Experten für das zweite Quartal 2018 aktuell einen durchschnittlichen Kurs für Rohzucker an der New Yorker Terminbörse von 13,60 cts/lb (244 Euro/t). Im dritten Quartal soll der Preis auf 14,30 cts/lb (256 Euro/t) steigen und in den verbleibenden drei Monaten dieses Jahres bei etwa 14,50 cts/lb (260 Euro/t) liegen. Für Januar bis März 2019 sagen die Fachleute einen weiteren Anstieg auf 14,70 cts/lb (361 Euro/t) voraus.

Mehr Zucker weltweit erwartet

Gestern wurde der Maikontrakt auf Zucker an der New Yorker Börse gegen 12.50 Uhr hiesiger Zeit für 13,56 cts/lb (243 Euro/t) gehandelt. Das war im Vergleich zum Januarhoch ein Minus von fast elf Prozent Dabei rutschte der Kurs zwischenzeitlich unter die Linie von 13,00 cts/lb (233 Euro/t) und bewegte sich damit nur knapp über seinem im September 2015 markierten Laufzeittief.

Als Ursache für den jüngsten Preisdruck sieht die Rabobank erneute Aufwärtskorrekturen der Analystenschätzungen für die weltweite Zuckererzeugung 2017/18. So werde für Indien, den zweitgrößten Zuckerproduzenten nach Brasilien, eine „beeindruckende“ Ernte erwartet. Der Verband der indischen Zuckererzeuger (ISMA) schätzte das Zuckeraufkommen zuletzt auf 26,1 Mio t. Das wäre die höchste Menge der vergangenen drei Jahre.

Mit Material von AgE
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