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DBV-Prognose

Getreide: Deutsche Bauern werden unterdurchschnittlich ernten

am
03.07.2019
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Die Dürre 2018 steckt noch in den Böden. Daher werden die deutschen Bauern nur unterdurchschnittlich Getreide ernten.

Claas-Maschinen bei der Getreideernte

Die deutsche Getreideernte wird 2019 mit rund 47 Mio. t unterdurchschnittlich ausfallen. Die Menge ist 1,1 Mio. t niedriger oder 2,3 Prozent als der Durchschnitt der Jahre 2013 bis 2017. Gegenüber dem Dürrejahr 2018 liegen die Erwartungen rund 9 Mio. t höher.

"Die Nachwirkungen der Dürre sind noch immer deutlich spürbar. Für die angespannte wirtschaftliche Lage in vielen Betrieben wird auch dieses Jahr keine Verbesserung bringen“, sagt der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied. 

Vielerorts läuft bereits die Ernte der Wintergerste. Der DBV erwartet hier rund 9,8 Mio. t. Das sind acht Prozent mehr als der langjährige Durchschnitt.

Mit etwa 24 Mio. t wird die Weizenernte indes unterdurchschnittlich ausfallen. Das liegt auch an der unterdurchschnittlichen Anbaufläche von 3 Mio. t. Das fünfjährige Mittel beträgt 3,1 Mio. t.

Ebenfalls weniger als den mehrjährigen Durchschnitt werden die Bauern beim Roggen ernten. Der DBV geht von 3,3, Mio. t aus. Damit wäre das Mittel der Jahre 2013 bis 2017 um sechs Prozent verfehlt.

Ernteeinbruch bei Raps

Rapsernte

Deutlich besser sind die Erwartungen für die Sommergerste. Mit 2,1 Mio. t dürfte die Menge 11,5 Prozent über dem Schnitt der Jahre 2013 bis 2017 liegen.

Körnermais als weitere Sommerfrucht wird das mehrjährige Mittel voraussichtlich um 6,6 Prozent verfehlen. Laut DBV sind nur 4,1 Mio. t zu erwarten. Eine niedrigere Anbauflöche und schwächere Erträge sind die Ursachen.

Die bedeutendste Ölpflanze in Deutschland ist Winterraps, an dem laut DBV deutlich die Nachwirkungen der Dürre 2018 zu erkennen sind. Die Anbaufläche von 887.000 Hektar unterschreitet die Anbaufläche des Vorjahres deutlich um fast 30 Prozent oder 337.000 ha. Das liegt daran, dass die Aussaat von Winterraps mitten in die Dürrephase gefallen und somit erfolglos gewesen wäre. Darüber hinaus ist der Rapsanbau von Einschränkungen im Bereich der Pflanzenschutzmittel betroffen. In der Folge schätzt der DBV die Erntemenge auf nur 3,1 Mio.t erwartet. Das langjährige Mittel ist damit um fast 41 Prozent unterschritten,

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