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Getreidemarkt

Getreide: EU-Exportüberschuss schrumpft gewaltig

am
05.02.2019

Aufgrund der schwachen Getreideernte 2018 wird die EU deutlich weniger exportieren. Der Importbedarf steigt deutlich an.

Getreideexport-Schiffsbeladung

Die Europäische Union wird trotz der dürrebedingten Ernteeinbußen in mehreren Mitgliedstaaten auch das laufende Wirtschaftsjahr als Nettogetreideexporteur abschließen. Davon geht die EU-Kommission aus, auch wenn 2018/19 bislang mehr Getreide ein- denn ausgeführt worden ist. Laut den aktuellen Zahlen der Behörde wurde von 1. Juli 2018 bis 28. Januar 2019 rund 2,7 Mio. t Getreide mehr aus Drittländern bezogen als exportiert.

Dabei wurden im Einzelnen etwa 9,5 Mio. t Weichweizen und 0,5 Mio. t Hartweizen sowie 2,8 Mio t Gerste und 1,1 Mio t Mais ausgeführt. Gleichzeitig wurden unter anderem 14,0 Mio. t Mais und 3,0 Mio t Weichweizen aus Drittstaaten eingekauft. In den Kampagnen 2017/18 und 2016/17 war in der entsprechenden Periode ein Exportüberschuss von 5,7 Mio. t beziehungsweise 12,5 Mio. t Getreide verzeichnet worden.

Nur noch 2,5 Mio. t Getreide mehr exportiert als eingeführt

Mit Blick auf das gesamte Wirtschaftsjahr 2018/19 erwartet die EU-Kommission aber einen Nettoexportüberschuss. Sie prognostiziert, dass aus der EU-28 gut 29,4 Mio. t Getreide exportiert werden, darunter 18,0 Mio. t Weichweizen, 1 Mio t Hartweizen, 8 Mio. t Gerste und 2 Mio. t Mais.

Der Getreideimport der EU wird sich 2018/19 laut der aktuellen Vorhersage der Brüsseler Beamten auf knapp 26,9 Mio. t belaufen. Davon sollen allein 20 Mio. t auf Mais entfallen; hinzu sollen Einfuhren von 4,5 Mio. t Weichweizen und 1,3 Mio. t Hartweizen kommen.

Rekord beim Exportüberschuss vor drei Jahren

Wirtschafts-

jahr

Exporte

(Mio. t)

Importe

(Mio. t)

Überschuss

(Mio. t)

2018/19*  29,4    26,9       2,5
2017/18  33,6    24,5       9,1

2016/17

 38,2    19,3      18,9
2015/16  50,8    20,8      30,0

*Prognose

Mit Material von AgE
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