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Getreidemarkt und Getreidepreise

Getreidepreise steigen steil an – Panik nach Russlands Drohung

Getreideschiff.
am Montag, 31.10.2022 - 10:28 (Jetzt kommentieren)

Die Getreidepreise steigen nach dem Ausstieg Russlands aus dem Getreidedeal steil an. Weizen verteuert sich in Europa um 13 Euro auf 350 Euro. Auch in den USA und an anderen Märkten steigen die Getreidepreise drastisch.

weizenpreise.

Russland beschuldigt die Ukraine, am Samstag seine Schwarzmeerflotte auf der Krim mit Drohnen angegriffen zu haben. Am Sonntag bewegten sich keine Schiffe aus den Häfen am Schwarzen Meer. Die Vereinten Nationen sagten, sie haben mit der Türkei und der Ukraine für Montag einen Plan für 16 Schiffe vereinbart, um Getreide aus dem Schwarzen Meer zu transportieren.

Die Vereinten Nationen sagten weiter, Russland sei über den Plan informiert worden. Russland und die Ukraine gehören beide zu den größten Getreideexporteuren der Welt, und eine russische Blockade ukrainischer Getreidelieferungen verursachte Anfang dieses Jahres einen steilen Anstieg der globalen Getreidepreise.

Nach der Ankündigung Russlands, die Zusammenarbeit mit Getreideexporten einzustellen, stiegen die Weizen-Preise am Montag in Chicago um mehr als 5 Prozent. In Europa steigen die vorderen Weizenpreise um fast 13 Euro auf 350 Euro je Tonne. Die europäischen Maispreis legten um knapp 10 Euro auf 346 Euro je Tonne zu.

Unter den aktuell blockierten Schiffen befand sich eines mit Zehntausenden Tonnen Weizen, das vom Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen für eine Nothilfe am Horn von Afrika gechartert wurde, sagte der ukrainische Präsident Zelenskiy gegenüber Nachrichten-Agenturen. Das Infrastrukturministerium der Ukraine sagte, insgesamt 218 Schiffe seien aktuell „effektiv blockiert“.

Getreideal: Schon 397 Schiffe mit 9 Millionen Tonnen

Seit dem 1. August haben 397 Schiffe, mit 9 Millionen Tonnen ukrainischer Agrarprodukte in Länder Afrikas, Asiens und Europas transportieren, die Häfen von Groß-Odessa im Rahmen des „Getreideabkommens“ verlassen, teilte das Ministerium für Infrastruktur der Ukraine am 27. Oktober mit.

Die Ukraine ist bereit, weiterhin landwirtschaftliche Produkte im Rahmen des „Getreideabkommens“ zu exportieren, heißt es weiter.

„Wir möchten betonen, dass die Umsetzung der Initiative für den sicheren Transport von Getreide und Lebensmitteln aus ukrainischen Häfen ausschließlich humanitärer Natur ist, sagt die ukrainische Seite. Deshalb hat die Ukraine den Korridor trotz der russischen Angriffe nicht gestoppt.  

"Wir betonen, dass die Ukraine ein zuverlässiger Partner bleibt und bereit ist, weiterhin schnell landwirtschaftliche Produkte zu liefern, um die globale Ernährungssicherheit zu gewährleisten", betonte das Ministerium.

Um die Umsetzung der Initiative fortzusetzen, wurde vorgeschlagen, dass die Delegationen der Türkei und der UN 10 Inspektionsgruppen zur Inspektion von 40 Schiffen bereitstellen.

Das Getreideabkommen verlangte von Russland und der Ukraine, Inspektionen und den Transit von Schiffen durch das Schwarze Meer zu koordinieren, wobei die Vereinten Nationen und die Türkei als Vermittler fungierten.

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