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Getreidemarkt und Getreidepreise

Getreidepreise um 35 Euro gefallen - Getreide-Deal vor Verlängerung

Getreidesilos.
am Montag, 14.11.2022 - 16:53 (Jetzt kommentieren)

Die europäischen Weizenpreise sind im November um 35 Euro gefallen - auf 325 Euro je Tonne. Für die Maispreise ging es ähnlich steil nach unten - auf 318 Euro je Tonne. Auch in der neuen Woche geben die Preise weiter nach. Der Getreidedeal mit Russland steht offenbar vor der Verlängerung.

Weizenpreise.

Der Kreml teilte am Montag mit, dass die Gespräche mit den Vereinten Nationen über ein Abkommen zur Sicherung der Getreideverschiffung aus ukrainischen Häfen „ziemlich konstruktiv“ verlaufen seien und Hoffnungen auf eine reibungslose Umsetzung bestehen, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.

Hochrangige UN-Beamte hatten sich am Freitag in Genf mit einer russischen Delegation getroffen, um Moskaus Beschwerden zu erörtern. Russland fordert ungehinderten Zugang zu den Weltmärkten für seine eigenen Lebensmittel- und Düngemittelexporte als Gegenleistung für die Zustimmung zu einer Verlängerung des Schwarzmeerabkommens, das am Samstag verlängert werden soll.

Moskau hat gedroht, dass es den Deal kündigen wird, wenn keine Fortschritte erzielt werden. Die Zusammenarbeit der Vereinten Nationen mit den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union habe dazu beigetragen, viele Hindernisse für den Export russischer Lebensmittel und Düngemittel zu beseitigen, sagte Generalsekretär Antonio Guterres am Montag auf dem G20-Gipfel.

„Wir müssen auch mehr tun, um die globale Düngemittelkrise zu lindern. Die Düngemittelpreise sind bis zu dreimal höher als vor der Pandemie, und wir arbeiten daran, alle Hindernisse für den freien Fluss russischer Lebensmittel und Düngemittel auf den Weltmärkten zu beseitigen“, sagte Guterres.

Ukraine will Exportabkommen ausweiten - mehr Häfen und Produkte

maispreise.

Die Ukraine will die „Black Sea Grain Initiative“ auf weitere Häfen und Waren ausweiten. Die Ukraine hofft auch, auf die Verlängerung des "Getreideabkommens" um mindestens ein Jahr, sagte der stellvertretende Minister für Infrastruktur Yuri Vaskow, nach Informationen von Ukrinform.

„Wir hoffen, dass wir Verständnis bei unseren Partnern in der Türkei und der UNO finden werden, und der gesamte Markt wird auch ein klares Signal für das weitere Funktionieren und die Fortsetzung der Initiative geben“, sagte Vaskov. Er erinnerte daran, dass das Abkommen am 19. November ausläuft.

Das Abkommen ermöglichte die Lieferung von etwa 10,5 Millionen Tonnen ukrainischer Lebensmittel, hauptsächlich Getreide, an ausländische Märkte, seit es im Juli unter Vermittlung der Türkei und der UNO abgeschlossen wurde.

Vaskov sagte, die Ukraine habe der Türkei und den Vereinten Nationen gebeten, das Abkommen um mindestens ein Jahr zu verlängern und es auf die Häfen im Süden des Gebiets Mykolajiw auszudehnen, die vor Russlands Invasion 35 % der ukrainischen Lebensmittelexporte geliefert hätten.

Bis zum 14. November hat die Ukraine 15,1 Millionen Tonnen Getreide und Hülsenfrüchte exportiert, davon 1,9 Millionen Tonnen im November, teilte das Ministerium für Agrarpolitik mit. Zum gleichen Zeitpunkt im letzten Jahr belief sich der Export auf 21,75 Mio. Tonnen, davon 2,3 Mio. Tonnen im November.

Die bisherigen Gesamtexporte umfassten 5,74 Millionen Tonnen Weizen, 1,22 Millionen Tonnen Gerste und 8,1 Millionen Tonnen Mais.

Russlands Getreideexporte im November größer

Vom 1. bis 7. November exportierte Russland 799.000 Tonnen Weizen, eine Steigerung um 33,7 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres, berichtete Interfax unter Berufung auf die russische Getreideunion.

„Es gibt eine stärkere Nachfrage nach russischem Getreide. Trotz des geopolitischen Umfelds stieg der Export Anfang November beträchtlich an. Wir erwarten ein weiteres Wachstum der Nachfrage“, – sagte die Leiterin der Analyseabteilung Abteilung der Getreideunion Elena Turina. Sie sagt weiter, dass die Länder Afrikas im November die wichtigsten Bestimmungsländer für russisches Getreide waren.

„Im Berichtszeitraum wurde die größte Getreidemenge in den Sudan verschifft – 134 Tsd. Tonnen. Die Lieferungen nach Ägypten gingen von 341.000 Tonnen in der ersten Novemberwoche 2021 auf 125.800 Tonnen zurück“, fügte sie hinzu.

Dabei exportierte Russland sein Getreide im November in 7 Länder, im Vergleich zu 13 Ländern im Vorjahr. Es gab keine Lieferungen nach Pakistan, Iran, Georgien, Albanien, Aserbaidschan, Senegal. „Die Lieferungen in die Türkei gingen im Jahresvergleich um 41 % auf 84,4 Tsd. Tonnen zurück. Gleichzeitig hat Saudi-Arabien den Import um 76% im Jahresvergleich gesteigert“, fügte Turina hinzu.

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