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USDA-Anbauprognose

Getreidepreise: USDA sorgt für Preisexplosion – Anbaufläche kleiner

maisfeld.
am Mittwoch, 30.06.2021 - 18:50 (4 Kommentare)

Die US-Farmer haben viel weniger Mais und Soja angebaut. Die Getreidepreise gehen durch die Decke.

Die US-Farmer haben nach den Daten des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) deutlich weniger Mais- und Sojabohnen angebaut, als Analysten erwartet hatten. Infolgedessen steigen die Getreidepreise im abendlichen Handel in Chicago steil an – bzw. sie gehen durch die Decke.

Der vordere Maiskontrakt legt bis 19:00 Uhr MEZ zeitweise um 40 Cent auf zuletzt 728 Cent je Buschel. Das ist das erlaubte Tageslimit. Sojabohnen kletterten zweitweise um 85 Cent auf 1.434 Cent je Buschel und der Chicago-Weizen stieg um knapp 30 Cent auf 668 Cent je Buschel. Die Canolapreise in Kanada kletterten um 30 CAD auf 809 CAD je Tonne nach oben. Im späteren Handel gaben die Kurse für Mais und Soja leicht nach, konnten den größten Teil der Gewinne jedoch halten. 

Analysten und Händler hatten durchweg eine größere Anbaufläche erwartet, und die war vom Markt auch schon eingepreist. Das USDA hat diese großen Anbau-Zahlen nun aber nicht bestätigt. In seinem Acreage-Report über die voraussichtlichen Pflanzungen, hat das USDA die US-Maisanbaufläche 2021 auf rund 37,53 Millionen Hektar festgelegt, verglichen mit der Erwartung des Handels von 37,93 Millionen Hektar und der vorherigen Schätzung des USDA vom März von 36,89 Millionen Hektar.

Für Sojabohnen sieht das USDA 2021 eine Anbaufläche von 35,46 Millionen Hektar gegenüber den Erwartungen des Handels von immerhin 36 Millionen Hektar und der März-Schätzung des USDA von ebenfalls 35,46 Millionen. Die Sommerweizenfläche wird auf 4,69 Millionen Hektar geschätzt, gegenüber den Erwartungen des Handels von 4,62 Millionen Hektar und der Schätzung des USDA vom März von 4,75 Millionen Hektar.

Die Vorgaben aus Übersee blieben natürlich nicht ohne Einfluss auf die europäischen Getreidepreise – wo der Handel aber früher endete. An der MATIF in Paris stieg der vordere Weizenkontrakt für die neue Ernte (September) um 8 Euro auf 211 Euro je Tonne. Beim vorderen Maiskontrakt (August) legten die Preise um 1 Euro auf 240 Euro je Tonne zu. Die Rapspreise schossen mit den Sojapreisen kräftig nach oben und legten für den August um 5 Euro auf 531 Euro je Tonne zu.

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