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Sonderkulturen

Heidelbeermarkt bricht alle Rekorde

Heidelbeeren in der Schaleq
am
05.06.2019

Der Heidelbeermarkt in Deutschland bricht derzeit alle Rekorde. Neben enormen Importmengen, massiven Angebotsaktionen und phänomenalen Käuferreichweiten prägen auch niedrige Preise das Bild der zurückliegenden Wochen.

Die große Zahl an Werbeaktionen des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) führte nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) zuletzt zu Rekorden in der Käuferreichweite. Nie zuvor griffen so viele Haushalte zu den als Superfood angepriesenen Beeren.

Das sehr niedrige Preisgefüge in Kombination mit einem großen Angebot an ansprechenden 500 g Gebinden animierte viele Kunden zum Kauf.

Das Ende der Saison in Spanien treibt die Preise in die Höhe

In der 22. und 23. Kalenderwoche ging die Anzahl der Werbeaktionen deutlich zurück. Die in der 21. Woche noch massiv beworbenen 500 g Packungen finden sich in keinem Werbeprospekt mehr.

Der Schwerpunkt der Aktionspreise im LEH liegt laut AMI nun bei 125 g Schalen. Die großen Mengen der Vorwochen stehen in Spanien nicht mehr zur Verfügung, und das nahende Ende der spanischen Saison zeichnet sich ab. In der 23. Woche schossen die Preise spürbar in die Höhe. Die Spanne für Heidelbeeren in Aktionen des LEH lag zwischen 7,12 bis 13,52 EUR/kg.

Mehr Ware aus Süddeutschland kommt auf den Markt

Vor dem Hintergrund der niedrigen Verbraucherpreise der vergangenen Wochen bleibt es nach Einschätzung der AMI abzuwarten, wie sich der Markt mit Beginn der deutschen Ernte verhält.

Auf den Großmärkten lagen die Preise in den vergangenen Wochen teils deutlich unter denen des Vorjahres. Auch hier machte sich das größere Angebot bemerkbar, dem eine gute Nachfrage entgegenstand.

In der zurückliegenden Woche verknappte sich das Angebot an Importware merklich, in der Folge zogen die Preise bei konstanter Nachfrage deutlich an.

Die Mengen an ersten süddeutschen Heidelbeeren aus geschütztem Anbau haben Anfang der 23. Woche deutlich zugenommen. Die Ware wurde bei zuletzt unveränderten Preisen gut vom Markt aufgenommen.

Die ersten größeren Freilandpflücken werden voraussichtlich ab der 26. Woche erwartet.

Mit Material von AMI
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