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EU-Schätzung

Hitzewelle setzt Sommergetreide zu

am Mittwoch, 10.07.2019 - 09:16

Der EU-Prognosedienst rechnet mit Ertragseinbußen für Sommergetreide. Auch Kartoffeln, Mais und Rüben sind gefährdet.

Sommergerste-Ähren

Die Hitzewelle Ende Juni/Anfang Juli hat große Teile Europas erwischt. Vor allem die Bestände an Sommergetreide haben unter der Hitze gelitten. Davon geht der EU-Prognosedienst MARS aus. Er hält Ertragseinbußen für Sommergerste und -weizen für sehr wahrscheinlich, auch Kartoffeln und Zuckerrüben haben unter den hohen Temperaturen gelitten. Allerdings sollten ausreichende Regenfälle in den kommenden Wochen zu keinen Ertragsrückgängen bei den Hackfrüchten führen, meint der Prognosedienst.

Bei Wintergerste, Raps und Durum habe aber die Hitzewelle keinen Einfluss auf die Hektarerträge gehabt. Die Ertragsbildung der Bestände war vielfach schon abgeschlossen.  Dagegen sind leichte Einbußen bei Winterweizen, Sonnenblumen und Mais möglich.

Welche Länder besonders betroffen sind

Die EU-Länder waren aber sehr unterschiedlich von den heißen Temperaturen betroffen, heißt es im MARS-Sonderbericht. Große Teile der Niederlande, Belgien oder Nordfrankreich kamen relativ glimpflich davon.  

Wesentlich stärker litten Spanien, Südostfrankreich, große Teile Deutschlands, Polen, Tschechien, Litauen und Lettland. Dort waren vor allem die Pflanzenbestände auf leichteren Böden mit geringer Wasserkapazität betroffen.

In Spanien hatten vor allem Körnermais und Sonnenblumen mit der Hitze zu kämpfen, in Deutschland waren die Auswirkungen überwiegend auf den Sommergerste-, Kartoffeln- und Rübenfeldern, weniger auf den Maisflächen zu spüren.